{"id":2901,"date":"2006-03-01T14:56:21","date_gmt":"2006-03-01T13:56:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/?p=2901"},"modified":"2015-12-01T14:57:30","modified_gmt":"2015-12-01T13:57:30","slug":"wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/","title":{"rendered":"Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden"},"content":{"rendered":"<div class=\"colonne-droite\">\n<p align=\"right\">von <b>Alice Miller<\/b><\/p>\n<h1 style=\"padding-top:10px;\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<br \/><span class=\"soustitre\">Wednesday 01 March 2006<\/span><\/h1>\n<p>Zur \u00dcberwindung der Folgen von Misshandlungen<\/p>\n<p>Fast ausnahmslos sind alle Menschen mit k\u00f6rperlichen Bestrafungen aufgewachsen, das hei\u00dft auch mit der Angst und der Wut, die lange Zeit unbewusst bleiben, denn das Kind muss seine starken Emotionen unterdr\u00fccken, um die Liebe f\u00fcr seine Eltern aufrecht zu erhalten, ohne die es nicht \u00fcberleben k\u00f6nnte. Diese Emotionen bleiben aber in unserem K\u00f6rper gespeichert und k\u00f6nnen beim Erwachsenen mehr oder weniger schwerwiegende Symptome verursachen. Man kann an Depressionen, Panikattacken und gewaltt\u00e4tigen Reaktionen gegen\u00fcber seinen Kindern leiden, ohne dass die wahren Ursachen der Verzweiflung, der Angst oder der Wut bewusst werden. D\u00fcrfte man diese Ursachen erkennen, w\u00fcrde man nicht krank werden, weil man w\u00fcsste, dass die Mutter oder der Vater keine Macht mehr \u00fcber uns haben und uns nicht mehr schlagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen wissen wir nichts \u00fcber die Gr\u00fcnde unseres Leidens, weil eine vollkommene Amnesie seit langem die Erinnerung an die Pr\u00fcgelstrafen verdeckt \u2013 zun\u00e4chst um das Gehirn des Kindes zu sch\u00fctzen. Doch diese Amnesie ist verh\u00e4ngnisvoll, denn sie wird dann chronisch und erschwert uns die Orientierung. Obwohl sie uns vor den Erinnerungen sch\u00fctzt, kann sie uns nicht vor schwerwiegenden Symptomen bewahren, wie beispielsweise vor der Angst, die immer wieder Gefahren signalisiert, welche nicht mehr bestehen. Diese Gefahren waren fr\u00fcher vollkommen real, etwa wenn die Mutter ihr sechs Monate altes kleines M\u00e4dchen schlug, um ihm \u201eGehorsam beizubringen\u201c. Wie alle anderen hat man diese Schl\u00e4ge \u00fcberlebt, aber leidet dann vielleicht im Alter von sechsundvierzig Jahren an Herzproblemen.<\/p>\n<p>So l\u00e4sst man sich jahrelang mit Medikamenten behandeln, aber niemand (weder die Leidende noch der Arzt) stellt sich die Frage: Wo ist die Gefahr, die der K\u00f6rper nicht aufh\u00f6rt zu signalisieren? Die Gefahr verbirgt sich in der Geschichte der Kindheit, aber alle T\u00fcren, die uns diese Perspektive er\u00f6ffnen k\u00f6nnten, scheinen hermetisch verschlossen zu sein. Niemand versucht, sie zu \u00f6ffnen, im Gegenteil, wir unternehmen alles, um uns nicht unserer Geschichte stellen zu m\u00fcssen mit ihrem unertr\u00e4glichen Schrecken, der uns so lange Zeit begleitet hat. Weil es sich um die verwundbarsten und ohnm\u00e4chtigsten Jahre unseres Lebens handelt, will man nie mehr daran denken. Man will diese Ohnmacht nicht f\u00fchlen, und auf keinen Fall wollen wir uns an die Atmosph\u00e4re erinnern, die uns umgab, als wir klein waren und machtgierigen Menschen ausgeliefert.<\/p>\n<p>Dennoch beeinflussen gerade diese Jahre den Rest unseres Lebens, und genau die Konfrontation mit dieser Zeit bietet uns den Schl\u00fcssel an f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis unserer Panikattacken, unseres Bluthochdrucks, unserer Magengeschw\u00fcre, unserer Schlaflosigkeit und \u2013 leider \u2013 unserer scheinbar unerkl\u00e4rlichen Wut auf ein kleines Baby, das schreit. Die Logik dieser R\u00e4tsel zeigt sich, sobald wir uns endlich \u00fcber den Ursprung unseres Lebens bewusst werden wollen, das ja nicht im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren begonnen hat, sondern viel fr\u00fcher. Wir fangen dann an, unser Leiden zu verstehen, und gleichzeitig verringern sich nach und nach die Symptome. Der K\u00f6rper braucht sie nicht mehr, weil wir von nun an die Verantwortung f\u00fcr das ehemals leidende Kind \u00fcbernommen haben.<\/p>\n<p>Dann wollen wir dieses Kind, das wir waren, verstehen, sein Leiden anerkennen und es nicht l\u00e4nger verleugnen. Wir wollen jetzt dieses einst geschlagene Kind begleiten, das in seiner Angst ohne einen helfenden Zeugen, ohne Trost und Halt ganz allein war. Indem wir dem Kind, das wir waren, eine Orientierung bieten, schaffen wir seiner Seele eine neue Atmosph\u00e4re, die ihm erlaubt, zu sehen, das nicht die ganze Welt voller Gefahren ist, sondern dass es vor allem die Welt seiner Familie f\u00fcrchten musste, in jedem Augenblick seiner Existenz. Wir wussten nie, welche schlechte Laune unsere Mutter im n\u00e4chsten Moment leiten mag, die sie  auf uns richten w\u00fcrde. Wir wussten dann nie, wie wir unser Leben verteidigen sollten. Niemand ist uns zur Hilfe gekommen, niemand hat gesehen, dass wir in Gefahr waren, so haben wir selbst gelernt, dies nicht wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Vielen Menschen gelingt es, sich vor den Erinnerungen an ihre schreckliche Kindheit zu sch\u00fctzen, indem sie Medikamente wie etwa Antidepressiva einnehmen. Aber diese berauben uns unserer wahren Emotionen, und die logischen Reaktionen auf die Misshandlungen des Kindes k\u00f6nnen nicht ausgedr\u00fcckt werden. Genau diese Tatsache hat aber die Krankheit ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Mit dem Beginn einer Therapie sollte sich dies \u00e4ndern. Nun gibt es einen Zeugen f\u00fcr unser Leiden, der wissen will, was uns geschehen ist, und der uns helfen will, zu lernen, wie wir uns von der Angst befeien, von neuem erniedrigt, geschlagen, misshandelt zu werden, einen Zeugen, der uns hilft, das chaotische Leben unserer Kindheit zu verlassen, unsere Emotionen zu finden und schlie\u00dflich mit unserer Wahrheit zu leben. Dank der Gegenwart dieses Menschen k\u00f6nnen wir die Verleugnung aufgeben und unsere emotionale Redlichkeit erlangen.<\/p>\n<p>Wer sucht eine Therapie und warum? Im Allgemeinen sind es Frauen, die das Gef\u00fchl haben, ihrem Kind gegen\u00fcber zu versagen, und unter Depressionen leiden, die sie aber nicht als solche erkennen. M\u00e4nner kommen eher auf Verlangen der Partnerin, aus der Angst heraus, verlassen zu werden, oder dann, wenn sie sich bereits in einer Trennungssituation befinden.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich findet man bei der Mehrheit dieser Menschen die vollkommene Idealisierung ihrer Kindheit und die Rechtfertigung der Strafen. Oder sie berichten \u00fcber erlittene Grausamkeiten ohne jegliche Emotionen.<\/p>\n<p>Man erwartet von der Therapie die L\u00f6sung aller gegenw\u00e4rtigen Probleme und eine Verbesserung des Befindens, ohne nur ein Mal die tiefen Emotionen f\u00fchlen zu m\u00fcssen. Diese werden in der Regel gef\u00fcrchtet wie der schlimmste Feind. Die Pharmaindustrie beantwortet diese W\u00fcnsche  mit verschiedenen Mitteln, wie Viagra gegen Impotenz oder Antidepressiva, um die Depression zu \u00fcberwinden, anstatt deren Ursachen zu verstehen.<\/p>\n<p>Viele Therapeuten bieten Verhaltenstherapien an, um die Symptome ihrer Patienten zu bek\u00e4mpfen, ohne deren Bedeutung und Ursache zu suchen. Sie behaupten dabei, diese seien unauffindbar \u2013 das ist allerdings nicht wahr. In allen F\u00e4llen kann man die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Symptome herausfinden, aber sie sind immer in der Kindheit verborgen. Jedoch gibt es nur wenige Menschen, die sich mit ihrer Geschichte konfrontieren wollen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die dies m\u00f6chten, k\u00f6nnen es tun, indem sie ihre Emotionen anerkennen, die man nur so lange f\u00fcrchtet, bis ihre Ursachen verstanden wurden. Hat man im Rahmen der Therapie die Angst und die Wut auf die Eltern erst einmal erlebt und verstanden, ist man nicht mehr gezwungen, die Wut an S\u00fcndenb\u00f6cken abzureagieren, am h\u00e4ufigsten an den eigenen Kindern. Auf diese Weise decken wir Schritt f\u00fcr Schritt die Realit\u00e4t unserer Geschichte auf. Von da an k\u00f6nnen wir das Leiden des Kindes, das wir gewesen sind, und die Grausamkeit, die wir in vollkommener Isolation erlitten haben, verstehen. Wir k\u00f6nnen nun f\u00fchlen, dass es gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr gegeben h\u00e4tte, w\u00fctend und verzweifelt zu sein, als wir niemals verstanden, anerkannt und ernst genommen wurden. Indem wir diese Emotionen, die bislang nie ausgedr\u00fcckt wurden, erleben, lernen wir uns besser kennen.<\/p>\n<p>Viele Therapeuten leben noch in der vollst\u00e4ndigen Verleugnung und haben nicht einmal f\u00fcr einen Moment  das Leiden des Kindes gesp\u00fcrt, das sie selbst gewesen sind. Das l\u00e4sst sich aus ihren Publikationen ableiten. Sie meinen also, ich w\u00fcrde \u00fcberall nur das sehen, was ich als Kind erfahren musste, was aber eine Ausnahme bildet. Leider ist es keine Ausnahme, davon erfahre ich t\u00e4glich seit Jahrzehnten, auch wenn selten dar\u00fcber reflektiert wird.  Doch es gibt auch eine bewusste Minderheit, Therapeuten, die ihre verdr\u00e4ngte Geschichte aufdecken wollen. Nachdem sie die Artikel auf meiner Webseite gelesen haben, stellen sie mir h\u00e4ufig Fragen, die ich hier beantworten m\u00f6chte, bevor ich diesen Text abschlie\u00dfe:<\/p>\n<p><b>1. Besteht nicht die Gefahr, die Eltern zu hassen und sie sogar nicht mehr sehen zu wollen, wenn man realisiert hat, wie sehr sie uns leiden lie\u00dfen?<\/b><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach existiert dieses &#8222;Risiko&#8220; nicht, weil der berechtigte Hass, der erlebt und verstanden wurde, sich aufl\u00f6st und uns f\u00fcr andere Emotionen frei werden l\u00e4sst (vgl. Artikel \u201eWas ist Hass\u201c ) \u2013 es sei denn, man zwingt sich zu Beziehungen, die man nicht will. Dann begibt man sich n\u00e4mlich in eine Abh\u00e4ngigkeit, die die Ohnmacht des misshandelten Kindes wiederholt. Und gerade diese Ohnmacht stand ja am Ursprung des Hasses. Dennoch haben viele Menschen Angst, die Liebe f\u00fcr ihre Eltern zu verlieren, wenn sie deren Grausamkeit realisieren. Ich sehe das nicht als Verlust, sondern als Gewinn. Die Seele des Kindes brauchte die Liebe zu den Eltern, um zu \u00fcberleben, sie brauchte auch die Illusion, geliebt zu werden, um nicht zu realisieren, dass sie in einer emotionalen W\u00fcste aufwuchs. Aber der Erwachsene kann mit seiner Wahrheit leben, und sein K\u00f6rper ist ihm daf\u00fcr dankbar. Es ist ist in der Tat nicht nur m\u00f6glich, sondern in bestimmten F\u00e4llen unbedingt notwendig, diese \u201eLiebe\u201c zu verlieren, oder sie sogar aktiv aufzugeben, denn ein Mensch, der endlich in der Lage ist, das Kind, das er war, zu verstehen, kann nicht den Peiniger lieben, der es misshandelte, ohne sich zu bel\u00fcgen. Viele Menschen meinen, ihre Liebe zu den Eltern sei st\u00e4rker als sie selber, das ist aber ganz und gar nicht wahr, wenn es um den Erwachsenen geht. Die Vorstellung, man sei an diese Liebe ohnm\u00e4chtig gebunden, entspringt der kindlichen Sicht. Der Erwachsene ist frei, seine Liebe da zu investieren, wo er seine echten Gef\u00fchle leben und \u00e4u\u00dfern kann, ohne daf\u00fcr leiden zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><b>2. Bringt uns das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Gr\u00fcnde des grausamen Verhaltens der Eltern eine Linderung unseres Leidens oder unserer Krankheiten?<\/b><\/p>\n<p>Ich denke, dass gerade das Gegenteil der Fall sein wird. Als Kind haben wir alle versucht, unsere Eltern zu verstehen, und tun dies das ganze Leben lang. Leider ist es gerade dieses Mitleid mit den Eltern, das uns oft hindert, unser eigenes Leiden wahrzunehmen.<\/p>\n<p><b>3. W\u00e4re es nicht egoistisch, an sich selbst zu denken anstatt an die Anderen? Ist es nicht unmoralisch, sich mehr um sich selbst als um die Anderen zu k\u00fcmmern?<\/b><\/p>\n<p>Nein, weil das Mitleid des Kindes die Depression der Mutter nicht ver\u00e4ndert, solange wie die Mutter das Leiden ihrer eigenen Kindheit verleugnet. Es gibt M\u00fctter, die sehr liebevolle, besorgte, f\u00fcrsorgliche erwachsene Kinder haben und trotzdem unter schweren Depressionen leiden, weil die Gr\u00fcnde ihres Leidens f\u00fcr sie selbst in ihrer Kindheit verborgen bleiben. Die Liebe ihrer Kinder kann daran nichts \u00e4ndern. Aber die fortgesetzte Besch\u00e4ftigung des Kindes mit seinen Eltern kann sein Leben zerst\u00f6ren. Die Voraussetzung f\u00fcr wahres Mitgef\u00fchl f\u00fcr Andere ist die Empathie mit dem eigenen Schicksal, die das misshandelte Kind ja nicht entwickeln konnte. Es war im Gegenteil gezwungen, seinen Schmerz nicht zu f\u00fchlen. Alle Verbrecher, grausame Diktatoren eingeschlossen, zeigen diesen Mangel an Empathie; ohne die mindeste Emotion ermorden sie andere oder lassen sie ermorden. Wenn ein Kind lernen muss, seine Emotionen zu unterdr\u00fccken, entwickelt es kein Mitgef\u00fchl mehr f\u00fcr sich selbst und folglich auch nicht f\u00fcr die Anderen. Dies beg\u00fcnstigt kriminelles Verhalten, das sich oft hinter moralischen, religi\u00f6sen oder politisch scheinbar fortschrittlichen Vokabeln verbirgt.<\/p>\n<p><b>4. W\u00e4re es idealerweise nicht m\u00f6glich, die alten und schwachen Eltern zu lieben und zugleich das Kind, das wir gewesen sind?<\/b><\/p>\n<p>Wenn uns jemand auf der Stra\u00dfe angreift, w\u00fcrden wir ihn kaum umarmen und ihm f\u00fcr die Schl\u00e4ge danken. Aber Kinder machen das fast immer bei den Eltern, weil sie nicht auf die Illusion verzichten k\u00f6nnen, von ihnen geliebt zu werden. Sie glauben, alles was die Eltern mit ihnen anstellen, geschehe aus Liebe. In der Therapie muss der Erwachsene lernen, diese Position des Kindes zu verlassen und mit der Realit\u00e4t zu leben. Wie gesagt, wenn man gelernt hat, sich selbst zu lieben, kann man nicht gleichzeitig seinen Peiniger lieben.<\/p>\n<p>Der Zugang zu unserer Geschichte als Kind verleiht uns die Freiheit, treu zu uns selbst zu sein, das hei\u00dft unsere Emotionen f\u00fchlen und erkennen und unseren Bed\u00fcrfnissen gem\u00e4\u00df handeln zu k\u00f6nnen. Dies garantiert uns Gesundheit sowie ehrliche und wahrhaftige Beziehungen zu unseren Angeh\u00f6rigen. Wir h\u00f6ren auf, unseren K\u00f6rper und unsere Seele zu verachten, zu vernachl\u00e4ssigen oder sogar in der selben Art zu misshandeln \u2013 ungeduldig, ver\u00e4rgert, dem\u00fctigend \u2013 wie unsere Eltern das kleine Kind behandelten, das noch nicht sprechen und sich nicht erkl\u00e4ren konnte. Wir versuchen vielmehr, die Gr\u00fcnde f\u00fcr unsere Not zu verstehen, was leichter m\u00f6glich ist, nachdem wir das Bewusstsein \u00fcber unsere Geschichte gewonnen haben. Kein Medikament kann uns \u00fcber die URSACHEN unserer Not oder unserer Krankheiten informieren. Ein Medikament kann diese Gr\u00fcnde nur vernebeln und den Schmerz lindern \u2013 f\u00fcr eine gewisse Zeit. Aber die Ursachen, die nicht erkannt wurden, bleiben weiterhin aktiv, und fahren fort, Signale zu senden, bis zur n\u00e4chsten Erkrankung, die man mit anderen Arzneimitteln behandeln wird, welche wiederum die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Krankheit vernachl\u00e4\u00dfigen. Dennoch sind diese Ursachen nicht unauffindbar, wenn der kranke Mensch sich f\u00fcr die Situation des Kindes interessiert, das er gewesen ist, und sich erlaubt, die Gef\u00fchle zu erleben, die ausgedr\u00fcckt und verstanden werden wollen. <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"colonne-gauche\">\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/faq-wie-findet-man-einen-guten-therapeuten\/\">FAQ: Wie findet man<br \/>\neinen guten Therapeuten ?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Alice Miller<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/therapeutenliste\/\">Therapeutenliste<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auflosung-der-folgen-von-kindesmisshandlungen\/\">Aufl\u00f6sung der Folgen von Kindesmisshandlungen<\/a><\/li><li class=\"current\"><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/aus-dem-gefangnis-der-schuldgefuhle\/\">Aus dem Gef\u00e4ngnis der Schuldgef\u00fchle<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-fall-jessica\/\">Der Fall Jessica<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-blanke-sadismus\/\">Der blanke Sadismus<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-langste-weg\/\">Der l\u00e4ngste Weg<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/was-ist-hass\/\">Was ist Hass?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/emporung-als-vehikel-der-therapie\/\">Emp\u00f6rung als Vehikel der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/depression-der-zwang-zum-selbstbetrug\/\">Depression &#8211; 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