{"id":2940,"date":"2002-06-01T22:47:25","date_gmt":"2002-06-01T21:47:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/?p=2940"},"modified":"2015-12-01T22:48:56","modified_gmt":"2015-12-01T21:48:56","slug":"wie-kommt-das-bose-in-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wie-kommt-das-bose-in-die-welt\/","title":{"rendered":"Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?"},"content":{"rendered":"<div class=\"colonne-droite\">\n<p align=\"right\">von <b>Alice Miller<\/b><\/p>\n<h1 style=\"padding-top:10px;\">Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?<br \/><span class=\"soustitre\">Saturday 01 June 2002<\/span><\/h1>\n<p>Es kann heute gar kein Zweifel dar\u00fcber bestehen, dass das B\u00f6se existiert und dass es Menschen gibt, die zur extremen Destruktivit\u00e4t f\u00e4hig sind. Dank dem Fernsehen kann sich heute jeder ein Bild davon verschaffen. Doch diese Feststellung best\u00e4tigt keineswegs die verbreitete Behauptung, dass es Menschen gibt, die b\u00f6se auf die Welt kommen. Ganz im Gegenteil, alles h\u00e4ngt davon ab, wie diese Menschen bei der Geburt empfangen und sp\u00e4ter behandelt wurden. Kinder, die von Geburt an Liebe, Respekt, Verst\u00e4ndnis, Freundlichkeit und herzliche Zuwendung erfahren, entwickeln selbstverst\u00e4ndlich andere Eigenschaften, als ein Kind, das von Anfang an auf Verwahrlosung, Missachtung, Gewalt oder gar Misshandlung st\u00f6\u00dft, ohne dass ihm jemals ein wohlwollender Mensch beisteht, der es an die Liebe glauben l\u00e4sst. Wenn dies fehlt, wie es in den Kindheiten aller von mir untersuchten Diktatoren der Fall war, wird das Kind dazu neigen, die erlittene Gewalt zu glorifizieren und sie sp\u00e4ter in grenzenlosen Ausma\u00dfen auszu\u00fcben, wo immer es ihm m\u00f6glich ist. Denn jedes Kind lernt durch Nachahmung. Sein K\u00f6rper lernt nicht das, was wir ihm mit Worten beibringen wollten, sondern das, was dieser K\u00f6rper erfahren hat. Daher lernt ein geschlagenes, verletztes Kind zu schlagen und zu verletzen, w\u00e4hrend das besch\u00fctzte und respektierte Kind lernt, Schw\u00e4chere zu respektieren und zu besch\u00fctzen. Weil es nur diese Erfahrung kennt.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Das Neugeborene ist unschuldig<\/span><\/p>\n<p>Der bekannte amerikanische Kinderarzt Dr. Brazelton hat eine Gruppe von M\u00fcttern gefilmt, als sie ihre Babies gehalten und gef\u00fcttert haben, jede auf ihre besondere Weise. Nach mehr als 20 Jahren wiederholte er dieses Experiment mit Frauen, die aus diesen Babies herausgewachsen sind und nun selber M\u00fctter wurden. Es war verbl\u00fcffend, dass sie ihre Babies in der genau gleichen Art gehalten haben, wie sie selbst von ihren M\u00fcttern gehalten worden waren, obwohl sie nat\u00fcrlich keine bewussten Erinnerungen aus dieser ersten Lebenszeit haben konnten. Damit lieferte Brazelton unter anderem den Beweis, dass wir in unserem Verhalten von unbewussten Erinnerungen gesteuert werden, die lebensbejahend und freundlich oder traumatisch und destruktiv sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Gyn\u00e4kologe Frederic Leboyer hat in den 70er Jahren gezeigt, dass Kinder, die ohne Gewalt entbunden und liebevoll empfangen werden, nicht verzweifelt schreien, sogar einige Minuten nach der Geburt l\u00e4cheln k\u00f6nnen und keine Zeichen irgendwelcher Destruktivit\u00e4t aufzeigen. Wenn man sie nicht von den M\u00fcttern trennt, wie das noch in den Kliniken der 50er Jahre \u00fcblich war, entwickelt sich zwischen Mutter und Kind eine Vertrauensbeziehung, die f\u00fcr das ganze Leben positive Auswirkungen hat. Denn in der Gegenwart ihres Neugeborenen kommt es bei der Mutter zur Aussch\u00fcttung des sogenannten Liebeshormons (Oxytocin), das der Mutter erm\u00f6glicht, die Signale des Kindes intuitiv zu verstehen und auf seine Bed\u00fcrfnisse empathisch einzugehen. Diese Ph\u00e4nomene beschreibt Michel Odent in seinem neuesten Buch &#8222;Die Wurzeln der Liebe, Wie unsere wichtigste Emotion entsteht&#8220;, Walter Verlag 2001.<\/p>\n<p>Warum sind diese wichtigen, bahnbrechenden Erkenntnisse \u00fcber die Natur des Menschen nicht in die breite \u00d6ffentlichkeit durchgedrungen? Die Werke von Leboyer haben zwar das Bild der Geburtenpraxis ver\u00e4ndert, aber die philosophischen, soziologischen, psychologischen und letztlich auch theologischen Folgerungen, die seine Entdeckung des unschuldigen Neugeborenen nahe legt, scheint die Gesellschaft noch nicht wahrgenommen zu haben. Das zeigt sich auf vielen Gebieten, in Schulen, im Strafsystem, in der Politik. All diese Gebiete sind von der Vorstellung beherrscht, Strafen, insbesondere k\u00f6rperliche Strafen, die man &#8222;Korrekturen&#8220; nennt, seien wirksam und unsch\u00e4dlich. Es herrscht noch wenig Kenntnis davon, dass man mit k\u00f6rperlichen Strafen das B\u00f6se erschafft, den man sp\u00e4ter &#8211; mehr oder weniger vergeblich -mit vermehrtem Schlagen auszutreiben versucht.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Das B\u00f6se wird mit jeder Generation neu erschaffen<\/span><\/p>\n<p>Im Mittelalter war es \u00fcblich, an den Wechselbalg zu glauben. Damit war das Kind des Teufels gemeint, das dieser den wohlmeinenden M\u00fcttern in die Wiege legte, nachdem er ihnen ihr eigenes gestohlen hatte. Es ist zwar nicht bekannt, mit wem der Teufel seine b\u00f6sen, teuflischen Kinder gezeugt haben sollte und was er mit den guten, gestohlenen machte, aber Tatsache ist, dass die M\u00fctter von sogenannten Wechselbalgen dazu angehalten wurden, dieses Kind streng zu erziehen, das hei\u00dft besonders grausam zu z\u00fcchtigen, damit es zu einem edlen Menschen heranw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Heute glauben wir nicht mehr an Wechselbalge, aber der Glaube an die Wirksamkeit der Strafen, die Idee, dass man mit Strafen ein b\u00f6ses Kind &#8222;zur Vernunft&#8220; bringen k\u00f6nne, scheint den meisten Menschen immer noch unumst\u00f6\u00dflich. Sogar Sigmund Freud glaubte, dass ein Sadist Freude habe am Qu\u00e4len der anderen, weil er seinen Todestrieb, mit dem wir alle angeblich geboren werden, nicht genug sublimieren konnte.<\/p>\n<p>Eine ganz neue Version vom angeborenen B\u00f6sen liefert die Genetik. Es soll Gene geben, so wird h\u00e4ufig behauptet, die manche Menschen zu b\u00f6sen Taten treiben, auch wenn sie &#8222;viel Liebe&#8220; in der Kindheit erfahren. Ein solcher Mensch ist mir allerdings bis heute nie begegnet. Alle Kindheitsgeschichten der Serienverbrecher und Diktatoren, die ich untersuchte, weisen ausnahmslos extreme Grausamkeiten auf, die aber in der Regel von den Betroffenen selbst geleugnet werden. Nicht nur von ihnen. Ein Gro\u00dfteil der Gesellschaft scheint diese Zusammenh\u00e4nge zu leugnen oder zu ignorieren.<\/p>\n<p>Wenn man die Gentheorie ernst nimmt, m\u00fcsste man in der Lage sein zu erkl\u00e4ren, weshalb ausgerechnet in Deutschland, ca. 30 Jahre vor dem Dritten Reich so viele Kinder, viele Millionen, mit schlechten Genen geboren seien, Kinder, die sp\u00e4ter ohne weiteres bereit waren, Hitlers grausame Befehle auszuf\u00fchren. Warum gab es davor und gibt es heute keine solche Anh\u00e4ufung der schlechten Gene in Deutschland? Ich stelle diese Frage immer wieder, bekomme aber keine Antwort darauf, weil sie gar nicht beantwortet werden kann. Hitlers Helfer waren alle fr\u00fch zum Gehorsam erzogene, brutal gez\u00fcchtigte, gedem\u00fctigte Kinder, die ihre unterdr\u00fcckten Gef\u00fchle von Zorn und ohnm\u00e4chtiger Wut sp\u00e4ter an Unschuldigen abreagiert haben, weil sie es, mit Hitlers Segen, endlich durften, ohne eine Bestrafung zu riskieren. Heute ist die Erziehung in Deutschland im allgemeinen anders. Doch da, wo die Brutalit\u00e4t der Erziehung immer noch besteht, werden ihre Methoden allzu deutlich im Verhalten der Jugendlichen manifestiert, die ebenfalls die Schmerzen der erlittenen Dem\u00fctigungen verleugnen, S\u00fcndenb\u00f6cke attackieren und ihr Verhalten ideologisieren.<\/p>\n<p>Die Gentheorie n\u00fctzt uns zum Verst\u00e4ndnis des B\u00f6sen so wenig wie das M\u00e4rchen vom Wechselbalg und die Theorie des Todestriebes. Laut statistischen Erhebungen (Olivier Maurel, La F\u00e9ss\u00e9e, La Plage 2001) sind immer noch mehr als 90% der Weltbev\u00f6lkerung davon \u00fcberzeugt, dass Kinder Schl\u00e4ge brauchen. Wir m\u00fcssen uns endlich der Wahrheit stellen, dass das B\u00f6se zwar existiert, aber nicht angeboren ist, sondern von der Gesellschaft produziert wird, t\u00e4glich, st\u00fcndlich, ohne Unterbruch, in der ganzen Welt. Das geschieht sowohl in der Geburtenpraxis wie auch in der Erziehung der kleinen Kinder, die sp\u00e4ter zu Verbrechern WERDEN k\u00f6nnen, wenn ihnen niemals ein helfender Zeuge beisteht. In den Kindheiten von Serienm\u00f6rdern und Diktatoren lie\u00dfen sich solche helfenden Zeugen nicht finden.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Die Dynamik der Grausamkeit am Beispiel der Diktatoren<\/span><\/p>\n<p>Jeder Diktator qu\u00e4lt sein Volk auf die gleiche Art, wie er einst gequ\u00e4lt wurde als Kind. Dem\u00fctigungen, die er sp\u00e4ter als Erwachsener in seinem Leben erfahren hatte, hatten einen viel geringeren Einfluss auf sein Handeln, als die emotionalen Erlebnisse der ersten Jahre, die in seinem Gehirn f\u00fcr immer kodiert, aber meistens nicht abrufbar sind. Da fast jeder Diktator sein Leiden (seine einstmalige grenzenlose Hilflosigkeit angesichts der Brutalit\u00e4t) verleugnet, kann er es nicht aufl\u00f6sen, er braucht immer wieder S\u00fcndenb\u00f6cke, um die alte, aus der Kindheit stammende Angst zu r\u00e4chen und sie nicht f\u00fchlen zu m\u00fcssen. Das l\u00e4sst sich am besten an Beispielen erl\u00e4utern:<\/p>\n<p>Adolf Hitlers Vater Alois war ein uneheliches Kind. Es bestand der Verdacht, dass er der Sohn eines j\u00fcdischen Kaufmanns aus Graz war, in dessen Haushalt seine Mutter, Maria Schickelgruber angestellt gewesen war, als sie schwanger wurde. Der Verdacht war nicht leicht von der Hand zu weisen, weil Adolf Hitlers Gro\u00dfmutter f\u00fcr ihr Kind 14 Jahre lang Alimente von diesem Kaufmann erhielt. Alois musste sehr unter diesem Verdacht gelitten haben, unz\u00e4hlige \u00c4nderungen seines Namens (Heidler, Hydler etc) erbringen daf\u00fcr den Nachweis. Es war f\u00fcr ihn eine unertr\u00e4gliche Scham, als unehelich geboren und der j\u00fcdischen Herkunft verd\u00e4chtigt zu sein. Und die Dem\u00fctigung lie\u00df sich nicht aus der Welt schaffen. Der leichteste Weg f\u00fcr ihn, sich der aufgestauten Wut zu entledigen, war die t\u00e4gliche Z\u00fcchtigung seines Sohnes Adolfs. Ich habe diese Geschichte ausf\u00fchrlich im Buch &#8222;Am Anfang war Erziehung&#8220; beschrieben und in den beiden letzten B\u00fcchern, &#8222;Wege des Lebens&#8220; und &#8222;Evas Erwachen&#8220;, wieder aufgenommen, um die Entstehung von Hass zu illustrieren und die Rolle der Kindheit in diesem Prozess zu verdeutlichen. In der ganzen Geschichte des Antisemitismus und der Judenverfolgung hatte noch kein Herrscher die Idee gehabt, jeder B\u00fcrger seines Landes m\u00fcsse sich bis zur dritten Generation legitimieren, dass er kein Jude sei, um nicht umgebracht zu werden. Das war Hitlers ganz privater Wahn, der auf die Unsicherheit seiner Existenz als eines st\u00e4ndig bedrohten und gedem\u00fctigten Kindes in der eigenen Familie zur\u00fcckf\u00fchrt. Millionen haben mit ihrem Leben bezahlt, damit dieses Kind, sp\u00e4ter ein kinderloser Erwachsener seine Rache nehmen konnte, indem er unbewusst das Szenario seiner Kindheit auf die politische B\u00fchne projizierte.<\/p>\n<p>Es str\u00e4ubt sich alles in uns, diese von unserem Bewusstsein unabh\u00e4ngige Aktivit\u00e4t unseres k\u00f6rperlichen und emotionalen Ged\u00e4chtnisses zu erkennen. Das ist begreiflich, weil diese Erkenntnisse neu und noch ungewohnt sind, aber vor allem, weil sich die Regie dieses Ged\u00e4chtnisses unserer Kontrolle entzieht. Doch gerade die Kenntnisnahme dieser Ph\u00e4nomene kann uns eine bessere Kontrolle und einen besseren Schutz vor deren Auswirkungen erlauben. Eine Mutter, der die Hand gegen ihren Willen &#8222;ausrutschte&#8220;, wei\u00df im allgemeinen nicht, dass sie ihr Kind nur deshalb schl\u00e4gt, weil ihr K\u00f6rper und dessen Erinnerungen sie dazu treiben. (M\u00fcttern, die als Kinder nicht geschlagen wurden, rutscht die Hand gew\u00f6hnlich nicht aus). Doch wenn sie es wei\u00df, kann sie besser damit umgehen, sie kann sich besser kontrollieren und sowohl ihrem Kind wie auch ihr selber Leid ersparen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Hitler wusste Stalin nicht, dass ihn sein K\u00f6rperged\u00e4chtnis dazu trieb, seine private Geschichte der unheimlichen Bedrohung als Kind ohne rettende Zeugen auf der B\u00fchne der gro\u00dfen Sowjetunion auszuspielen. H\u00e4tte er das gewusst, er h\u00e4tte seine \u00c4ngste besser kontrollieren k\u00f6nnen, und Millionen h\u00e4tten nicht sterben m\u00fcssen. Und w\u00e4re dieses Wissen damals schon Gemeingut, h\u00e4tten die Regierungen in den letzten f\u00fcnfzig Jahren inzwischen vielleicht geeignete Strategien entwickelt gehabt, die die gef\u00e4hrliche Ansammlung von Macht zu Zwecken der Angstabwehr eines Einzelnen verhindern k\u00f6nnten. In dieser Richtung ist in dieser langen Zeit nichts geschehen.<\/p>\n<p>Stalin, ein Einzelkind, geboren wie auch Hitler nach drei toten Kindern, wurde von klein auf von seinem fast immer betrunkenen, j\u00e4hzornigen Vater geschlagen und litt trotz gro\u00dfer Erfolge bis an sein Lebensende an einem Verfolgungswahn, der ihn Millionen von unschuldigen Menschen umbringen lie\u00df. Wie das Kind einst f\u00fcrchten musste, jeden Moment vom eigenen unberechenbaren Vater umgebracht zu werden, so hatte nun der erwachsene Stalin sogar Angst vor seinen engsten Mitarbeitern. Doch nun hatte er die Macht, die es ihm erlaubte, diese Furcht mit Hilfe der Dem\u00fctigung anderer abzuwehren.<\/p>\n<p>Mao war der Sohn eines &#8222;strengen&#8220; Lehrers, der ihn mit schwerer Zucht zum Gehorsam und zur Weisheit erziehen wollte. Wir wissen, welche Weisheiten Mao sp\u00e4ter seinem Riesenvolk mit angeblich besten Absichten, aber mit Gewalt und um den Preis von 35 Millionen Toter beibringen wollte. Ceau\u00e7escu wuchs auf mit zehn Geschwistern in einem Zimmer und zwang sp\u00e4ter die rum\u00e4nischen Frauen zu ungewollten Kindern.<\/p>\n<p>Die Reihe von Beispielen ist unendlich. Leider weigern wir uns diese Tatsachen anzuschauen. Doch wir k\u00f6nnten aus ihnen lernen, wie Hass entsteht, und w\u00e4ren ihm in Zukunft weniger ausgeliefert, wenn wir sein Entstehen ernstnehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Die Entstehung von Hass<\/span><\/p>\n<p>Warum suchen wir so eifrig das angeborene B\u00f6se in den Genen? Aus dem einfachen Grund, weil die meisten von uns geschlagene Kinder waren und das Aufflammen der verdr\u00e4ngten Schmerzen der einst erlittenen Dem\u00fctigungen f\u00fcrchten. Da wir gleichzeitig die Botschaft erhielten, dies sei zu unserem Besten geschehen, lernten wir, die Schmerzen zu unterdr\u00fccken, aber die Erinnerung an die erlittenen Dem\u00fctigungen blieb in unserem Gehirn und in unseren K\u00f6rpern gespeichert. Da wir unsere Eltern liebten, glaubten wir ihnen, dass Schl\u00e4ge gut f\u00fcr uns waren. Die meisten glauben es bis heute und behaupten, man k\u00f6nne Kinder nicht ohne Schl\u00e4ge, also ohne Dem\u00fctigung, erziehen. Damit bleiben sie im Teufelskreis der Gewalt und der Verleugnung der einst erlittenen Dem\u00fctigung, das hei\u00dft im Bed\u00fcrfnis nach Rache, Vergeltung, Strafe. Die in der Kindheit unterdr\u00fcckten Emotionen der Wut verwandeln sich im Erwachsenen in m\u00f6rderischen Hass, der von religi\u00f6sen und ethnischen Gruppen ideologisch verbr\u00e4mt wird. Die Dem\u00fctigung ist ein Gift, das schwer auszurotten ist, weil es zur Ausrottung gebraucht wird und neue Dem\u00fctigungen produziert, die nur eine Spirale der Gewalt und eine Verschleierung der Probleme bewirken.<\/p>\n<p>Um aus diesem Kreis herauszukommen, muss man sich der eigenen Wahrheit stellen. Einst WAREN wir gedem\u00fctigte Kinder, Opfer der Ignoranz unserer Eltern, Opfer ihrer eigenen Geschichte und unverarbeiteter Kindheit. Aber heute, als Erwachsene, m\u00fcssen wir es nicht l\u00e4nger bleiben. Wir haben die M\u00f6glichkeit, uns unserer Geschichte zu stellen, zu erkennen, dass das Schlagen von Kindern nutzlos und sogar gef\u00e4hrlich ist, weil sich dadurch Hass und Vergeltungsw\u00fcnsche entwickeln, die sich gegen uns und die ganze Gesellschaft entladen werden, unausweichlich, wenn wir im Nichtwissen, in der selbstgew\u00e4hlten Ignoranz verbleiben. Als Kinder hatten wir keine Wahl, als die Wahrheit zu verleugnen, wir h\u00e4tten sonst den Schmerz nicht ausgehalten, nicht \u00fcberlebt. Die Verleugnung des Leidens sichert einem geschlagenen Kind das \u00dcberleben in einer unertr\u00e4glichen Situation. Es wird den Schmerz m\u00f6glicherweise sein ganzes Leben bagatellisieren. Allerdings ist der Preis, den es daf\u00fcr zu bezahlen gilt, sehr hoch, weil der K\u00f6rper die Wahrheit kennt, und das emotionale Ged\u00e4chtnis sich manchmal nur in Krankheitssymptomen \u00e4u\u00dfern kann. Vor allem aber \u00e4u\u00dfert es sich in der unumst\u00f6\u00dflichen Meinung, dass Kinder Schl\u00e4ge brauchen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Kind haben wir als Erwachsene andere, ges\u00fcndere Optionen als die Verleugnung. Wir k\u00f6nnen uns f\u00fcr das Wissen, das Bewusstsein entscheiden und uns nicht einzig vom emotionalen, unbewussten Wissen unseres K\u00f6rpers treiben lassen, das uns in Angst vor der Wahrheit festh\u00e4lt. Vielleicht lebt in vielen von uns ein kleiner Stalin, der trotz der unendlichen Macht immer noch Angst vor seinem Vater hatte und sich an die Verleugnung klammerte. Wie Hitler glaubte er, dass die Zerst\u00f6rung von Millionen ihn schlie\u00dflich von seiner qu\u00e4lenden Angst vor dem Vater befreien w\u00fcrde. Das tat sie aber nicht. Diese Illusion treibt viele einst gedem\u00fctigte Kinder zum Verbrechen.<\/p>\n<p>Mit unserem heutigen Wissen ausgestattet, k\u00f6nnen wir allm\u00e4hlich zu anderen Vorstellungen und L\u00f6sungen gelangen, als denjenigen, die uns in einer tausendj\u00e4hrigen Tradition der Gewalt, Strafe, Vergeltung (und der dahinter stehenden Schw\u00e4che, Ignoranz und Angst) vermittelt wurden. Wenn wir in ihnen stecken bleiben, lernen wir nicht aus den Fakten, die sich uns st\u00e4ndig anbieten. Diese sind nicht nur bei Massenverbrechern zu finden, sondern auch in den positiven Beispielen der Geschichte, die ebenfalls Jahrtausende unbeachtet blieben.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Wie Jesus erzogen wurde<\/span><\/p>\n<p>Der von allen christlichen Kirchen angebetete Jesus ist bei Eltern aufgewachsen, die ihn als ein Kind Gottes angesehen haben. Es ist anzunehmen, dass sie ihn nie geschlagen haben. Sie brachten ihm die gr\u00f6\u00dfte Hochachtung und Liebe entgegen. Wir wissen, welchen Menschen diese auf Liebe, Toleranz und Respekt beruhende Erziehung hervorgebracht hat. Was er bekommen hat, gab er weiter: Mitgef\u00fchl, Toleranz, Liebe, Respekt. Wie kommt es, dass sich in 2000 Jahren kein Vertreter der Kirche daran orientierte? Dass sich niemals die Kirche gegen das Schlagen der kleinen Kinder ausgesprochen hat? Dass zwar Barmherzigkeit, Toleranz und Vergebung f\u00fcr Erwachsene gepredigt und ausge\u00fcbt, aber den Kindern ausdr\u00fccklich verweigert wird? Dass die Eltern Jesu niemals den Gl\u00e4ubigen als Vorbild empfohlen wurden? Dass stattdessen christliche Schulen in Afrika Einspruch erheben, wenn die Regierung der Republik Komores das Schlagen der Kinder in Schulen verbieten will? Es hei\u00dft in dieser Petition, dass das Strafen der Schulkinder zu den religi\u00f6sen Pflichten geh\u00f6re All das kann man sich nicht anders erkl\u00e4ren, als dass die handelnden Erwachsenen in der Tradition der Macht, der Vergeltung und der Rache gegen verleugnete Dem\u00fctigungen stehen, die sie ahnungslos an die n\u00e4chste Generation weitergeben.<\/p>\n<p><span class=\"title\">Konsequenzen<\/span><\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnen wir die L\u00e4sionen in den Gehirnen der geschlagenen oder verwahrlosten Kinder auf dem Bildschirm des Computers sehen. Zahlreiche Artikel der Hirnforscher, unter anderen von Bruce D. Perry, der auch Kinderpsychiater ist, geben dar\u00fcber Auskunft, nicht nur in Fachzeitschriften, sondern auch im Internet. Es ist h\u00f6chste Zeit, aus dem langen Schlaf zu erwachen. Es drohen uns nirgends die Gefahren der Vernichtung, die vielen von uns in der Kindheit tats\u00e4chlich, real drohten. Wir brauchen uns nicht mehr gegen etwas zu wappnen, das bereits geschehen ist. Doch es drohen uns Gefahren in unserem Innern, wenn wir das Wissen unseres K\u00f6rpers ignorieren. Es kann gef\u00e4hrlich sein, die wahren Beweggr\u00fcnde unseres Handelns nicht erfassen, nicht verstehen zu k\u00f6nnen. Indessen kann uns die Kenntnis unserer Geschichte davon befreien, vor bereits vergangenen Gefahren fliehen zu m\u00fcssen, immer wieder \u00fcberholte, unbrauchbare Strategien anzuwenden und emotional blind zu bleiben. Wir haben heute die Chance, aus Erfahrungen zu lernen und neue kreative L\u00f6sungen f\u00fcr Konflikte zu suchen, die auf Respekt beruhen. Das k\u00f6nnen wir, wenn wir uns dar\u00fcber im Klaren sind, dass die Dem\u00fctigung des anderen niemals eine wirkliche, dauerhafte L\u00f6sung bewirken kann, sondern &#8211; sowohl in der Erziehung als auch in der Politik &#8211; neue Brutst\u00e4tten der Gewalt errichtet. Kinder, die zu Hause bei ihren Eltern die Methoden der Dem\u00fctigung und Bedrohung lernen, werden in der Schule aus\u00fcben, was sie zu Hause gelernt haben. Und sie lernen es sp\u00e4testens im Alter von anderthalb Jahren, wie eine Umfrage best\u00e4tigt hat, also in der Zeit der Ausformung ihres Gehirns. Daher die Langzeitwirkung dieser Lektionen, dieser Schule der Gewalt.<br \/>\nMit Video-Kameras gegen diese simple Wahrheit anzuk\u00e4mpfen, ist eine Art Blindekuh Spiel. Wir m\u00fcssen uns schon etwas anderes einfallen lassen: zuh\u00f6ren, hinschauen und eine ehrlichen, respektvollen Umgang zu riskieren, statt nur an den Schutz einer bestrafenden, zerst\u00f6rerischen Macht zu glauben. Auch wenn wir als Kinder nicht lernen konnten, einer respektvollen Kommunikation zu vertrauen, es ist nie zu sp\u00e4t, dies zu lernen. Dieser Lernprozess scheint mir eine sinnvolle und hoffnungsvolle Alternative zum Selbstbetrug mit Hilfe der Macht. <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"colonne-gauche\">\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/faq-wie-findet-man-einen-guten-therapeuten\/\">FAQ: Wie findet man<br \/>\neinen guten Therapeuten ?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Alice Miller<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/therapeutenliste\/\">Therapeutenliste<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auflosung-der-folgen-von-kindesmisshandlungen\/\">Aufl\u00f6sung der Folgen von Kindesmisshandlungen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/aus-dem-gefangnis-der-schuldgefuhle\/\">Aus dem Gef\u00e4ngnis der Schuldgef\u00fchle<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-fall-jessica\/\">Der Fall Jessica<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-blanke-sadismus\/\">Der blanke Sadismus<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-langste-weg\/\">Der l\u00e4ngste Weg<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/was-ist-hass\/\">Was ist Hass?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/emporung-als-vehikel-der-therapie\/\">Emp\u00f6rung als Vehikel der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/depression-der-zwang-zum-selbstbetrug\/\">Depression &#8211; der Zwang zum Selbstbetrug<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung\/\">&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/feminismus-marxismus-und-kindheit\/\">Feminismus, Marxismus und Kindheit<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-betrug-totet-die-liebe\/\">Der Betrug t\u00f6tet die Liebe<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-den-missbrauch-des-vertrauens-in-der-therapie\/\">\u00dcber den Missbrauch des Vertrauens in der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/irrefuhrende-informationen\/\">Irref\u00fchrende Informationen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/zum-film-mummy-dearest\/\">Zum Film &#8222;Mummy Dearest&#8220; (Meine liebste Rabenmutter)<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/saddam-hussein-und-die-kardinale\/\">Saddam Hussein und die Kardin\u00e4le<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/korper-und-moral\/\">K\u00f6rper und Moral<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-befreiende-erfahrung-der-schmerzhaften-wahrheit\/\">Die befreiende Erfahrung der schmerzhaften Wahrheit<\/a><\/li><li class=\"current\"><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wie-kommt-das-bose-in-die-welt\/\">Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/woher-kommt-das-grauen\/\">Woher kommt das Grauen?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/bedingungen-der-therapie\/\">Bedingungen der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wann-gibt-es-endlich-keine-idealen-soldaten-mehr\/\">Wann gibt es endlich keine idealen Soldaten mehr?<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Thomas Gruner<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/einige-leichen-im-keller\/\">Einige Leichen im Keller<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wem-gehort-unser-bewusstsein\/\">Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/frenzy\/\">Frenzy<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-einige-aspekte-der-neueren-traumatherapien\/\">\u00dcber einige Aspekte der neueren Traumatherapien<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-blendung-des-odipus-oder-der-blinde-fleck-unserer-kultur\/\">Die Blendung des \u00d6dipus &#8211; oder Der blinde Fleck unserer Kultur<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/abschied-von-den-eltern\/\">&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-2\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 2<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-1\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 1<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/geborgenheit-in-der-moral-oder-die-wahrheit-der-erfahrungen\/\">Geborgenheit in der Moral oder Die Wahrheit der Erfahrungen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auf-der-suche-nach-der-eigenen-geschichte-der-schriftsteller-jurek-becker\/\">Auf der Suche nach der eigenen Geschichte: Der Schriftsteller Jurek Becker<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-doppelte-falle\/\">Die doppelte Falle<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Klaus Schlagmann<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a href=\"\/de\/krankenkassen-finanzieren-die-lobbyarbeit-fur-\nkinderschander\/\">Krankenkassen finanzieren die Lobbyarbeit f\u00fcr<br \/>\nKindersch\u00e4nder<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">Claudio Breda<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/bloss-nie-nachgeben-2\/\">Bloss nie nachgeben<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Alice Miller Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?Saturday 01 June 2002 Es kann heute gar kein Zweifel dar\u00fcber bestehen, dass das B\u00f6se existiert und dass es Menschen gibt, die zur extremen Destruktivit\u00e4t f\u00e4hig sind. Dank dem Fernsehen kann sich heute jeder ein Bild davon verschaffen. Doch diese Feststellung best\u00e4tigt keineswegs die verbreitete Behauptung, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[75],"tags":[],"class_list":["post-2940","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-am"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2940"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2940\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2941,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2940\/revisions\/2941"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}