{"id":2951,"date":"2005-06-01T13:12:56","date_gmt":"2005-06-01T12:12:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/?p=2951"},"modified":"2015-12-02T13:13:24","modified_gmt":"2015-12-02T12:13:24","slug":"wem-gehort-unser-bewusstsein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wem-gehort-unser-bewusstsein\/","title":{"rendered":"Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?"},"content":{"rendered":"<div class=\"colonne-droite\">\n<p align=\"right\">von <b>Thomas Gruner<\/b><\/p>\n<h1 style=\"padding-top:10px;\">Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?<br \/><span class=\"soustitre\">Wednesday 01 June 2005<\/span><\/h1>\n<p>Geschichte, Gedenken und Erinnern<\/p>\n<p>Vor einigen Wochen publizierte ein meinungsf\u00fchrendes und meinungsbildendes Wochenmagazin in seiner Online-Ausgabe den Artikel eines Sozialpsychologen, der sich auf die sogenannte &#8222;Ged\u00e4chtnisforschung&#8220; spezialisiert hat. Aufmerksam machte mich der Titel dieses Artikels: &#8222;Wie das Gehirn Geschichte f\u00e4lscht&#8220; (Harald Welzer in Spiegel Online, 12.05.2005).<br \/>\nZun\u00e4chst erw\u00e4hnt der Verfasser eine Diskussionsveranstaltung mit Menschen, die w\u00e4hrend des Krieges Bombenangriffen ausgesetzt waren und deren Erinnerungen mit den Auffassungen des referierenden Historikers nicht \u00fcbereinstimmten. Ausgehend von diesem Beispiel stellt er dann, dabei verschiedene Aspekte vermischend und stark verk\u00fcrzend, einige Thesen auf. Der individuellen Erinnerung gerade an traumatische Erfahrungen sei grunds\u00e4tzlich zu misstrauen, sie sei oft tr\u00fcgerisch, ein &#8222;Artefakt&#8220; oder Teil des &#8222;False-Memory-Syndroms&#8220;, auch wenn der sich Erinnernde subjektiv vollkommen von der Wahrheit seiner Erinnerungen \u00fcberzeugt sei. Abschlie\u00dfend meint der Autor:<br \/>\n&#8222;Geschichte und Erinnerung sind zwei grundverschiedene Dinge. W\u00e4hrend die Geschichtsschreibung eine m\u00f6glichst objektive Wahrheit sucht und dabei ausgefeilte Techniken der Quelleninterpretation entwickelt hat, bezieht sich Erinnerung immer auf die Identit\u00e4t desjenigen, der sich erinnert. Er beh\u00e4lt im Ged\u00e4chtnis, was f\u00fcr ihn selbst und vor allem f\u00fcr die eigene Gegenwartsbew\u00e4ltigung wichtig ist.&#8220;<\/p>\n<p>Eigentlich m\u00fcsste man diese Meinung nicht ausf\u00fchrlicher diskutieren, wenn nicht die Frage auftauchen w\u00fcrde, warum jemand letztlich selbstverst\u00e4ndliche und allgemein bekannte Aussagen (dass Erinnerung zum Beispiel bruchst\u00fcckhaft, unsicher, selektiv oder der Amnesie unterworfen sein kann) zum Gegenstand einer Ver\u00f6ffentlichung macht, ohne die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Verwirrung des Ged\u00e4chtnisses genau zu analysieren. Und warum muss die Erinnerung von Menschen so grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt und in einen Widerspruch zu den Arbeiten von Historikern gebracht werden? Sagen (offizielle) historische Quellen mehr \u00fcber eine Zeit aus, als die Erinnerungen vieler Menschen, die diese Zeit selbst erlebten und bezeugen k\u00f6nnen?<br \/>\nDas Anzweifeln individueller Erfahrungen ist in zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen ein beliebtes Mittel, um Realit\u00e4t zu vernebeln und Menschen zu verunsichern. Deshalb lohnt es sich, darauf einzugehen, vor welchem Hintergrund der Artikel (nahezu p\u00fcnktlich?) erschien.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in Deutschland mit viel Aufwand des Endes der Hitler-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges gedacht: f\u00fcr die Mehrheit der Deutschen seinerzeit eine Niederlage ihres Gr\u00f6\u00dfenwahns, f\u00fcr manche ein Zusammenbruch ihrer Illusionen, f\u00fcr eine Minderheit eine Befreiung vom Terror. In der Mitte Berlins wurde das umstrittene, sehr teure Holocaust-Mahnmal eingeweiht und ist seither der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Seine etwas pomp\u00f6s geratenen Ausma\u00dfe kommen mir eher vor wie das Stein gewordene schlechte Gewissen der Nation, das sich irgendwie doch nicht ganz beruhigen lassen will. Am Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht beging man rund um das Brandenburger Tor ein &#8222;Fest der Demokratie&#8220;, als dessen Initiatoren unter anderem auch die &#8222;demokratischen Parteien&#8220; verantwortlich zeichneten. Einige Menschen vertraten m\u00f6glicherweise die Auffassung, man m\u00fcsse innerhalb dieser Parteien die Demokraten inzwischen mit der Lupe suchen, und gesellten sich deshalb am Ende lieber zu einer Gruppe von B\u00fcrgern, die entschlossen, \u00fcberdies ehrenamtlich die Aufgaben von Polizei, Justiz und Politik \u00fcbernahmen und eine Demonstration der alten und neuen Faschisten im Zentrum Berlins durch eine Sitzblockade auf den Stra\u00dfen verhinderten. Zuvor war viel dar\u00fcber diskutiert worden, ob man den Neonazis am achten Mai einen Marsch durchs Brandenburger Tor im Namen von Freiheit und Demokratie gestatten solle oder mit Blick auf einen wom\u00f6glich peinlichen Eindruck im Ausland lieber doch nicht. Die Freiheit obsiegte auf sehr deutsche Weise und man entschied, dass sie nicht durch das Tor marschieren, doch just in dessen geographischer N\u00e4he ihre Fahnen schwingen und Trommeln schlagen d\u00fcrfen. Offenbar hatten besagte B\u00fcrger jedoch eine etwas andere Vorstellung von Freiheit.<\/p>\n<p>Wie immer bei Anl\u00e4ssen des nationalen Gedenkens schlug die gro\u00dfe Stunde der Kommentatoren und Politiker. Seit Jahresbeginn lie\u00df es sich kaum ein hochrangiger Vertreter des Staates nehmen, quer durchs In- und Ausland zu reisen, Gedenkveranstaltungen in ehemaligen Konzentrationslagern mit seiner betroffenen Miene zu schm\u00fccken, das Parlament kam zusammen und gedachte ebenso besinnlich wie feierlich, und die Nation wurde mit vielen Worten \u00fcberflutet, oder besser einige wenige Worte und Sentenzen wurden unaufh\u00f6rlich wiederholt: &#8222;Mit Scham blicken wir zur\u00fcck&#8220;, &#8222;Freiheit&#8220;, &#8222;Wir f\u00fchlen Abscheu&#8220;, &#8222;Demokratie&#8220;,&#8220;Wir trauern&#8220;, &#8222;frei&#8220;, &#8222;Wir gedenken&#8220;, &#8222;demokratisch&#8220; &#8222;Wir werden nicht vergessen&#8220;, &#8222;Freiheit und Demokratie&#8220;, &#8222;Wir haben Grund, stolz zu sein&#8220;.<br \/>\nWenn Worte besonders oft wiederholt werden, stellt sich auch besonders aufdringlich die Frage nach dem Inhalt des Geredeten. Man fragt sich, ob jemand, der im Sinne der Politik gedenkt, vor dem Vergessen bewahrt ist und sich dar\u00fcber hinaus tats\u00e4chlich erinnert, ob die Vergangenheit abgeschlossen, gewisserma\u00dfen erledigt sein kann, und was den Wert des Erinnerns wom\u00f6glich ausmacht. Ist es \u00fcberhaupt notwendig, dass wir uns erinnern und wenn ja, warum? Sodann dr\u00e4ngt sich die misstrauische \u00dcberlegung auf, warum ein Wort, etwa &#8222;Freiheit&#8220;, in all seinen Ableitungen nicht nur angerufen oder beschworen wird, sondern wasserfallartig die Nation \u00fcberschwemmt.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, sich Antworten auf diese Fragen zu n\u00e4hern, boten verschiedene Dokumentationen, die der Fernsehsender Arte, aber auch einige regionale Sender in Deutschland ausstrahlten. Ganz jenseits offiziellen Gedenkens wurde hier das Schicksal von Menschen portraitiert, die Terror und Krieg auf unterschiedliche Weise erfuhren. Es berichteten M\u00e4nner und Frauen, die als Jugendliche und Kinder in den Konzentrationslagern gequ\u00e4lt wurden, Menschen, die Zeuge waren, wie ihre n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen auf der Flucht vor der Roten Armee zugrunde gingen, und viele, die als Kinder die Bombardierungen ihrer Heimatstadt (Dresden zum Beispiel) durch die Alliierten erlebten, sprachen \u00fcber ihre Erfahrungen.<\/p>\n<p>Deutlich wurde, wie sehr ihre individuelle Geschichte und die historischen Ereignisse das ganze Leben aller Betroffenen (unabh\u00e4ngig von ihrem pers\u00f6nlichen Hintergrund) ersch\u00fcttert hatten. Die Vergangenheit ist niemals vergangen, sie lebt weiter im Inneren der Menschen, ist immer gegenw\u00e4rtig, nichts ist vorbei oder abgeschlossen, und es ist entscheidend, ob jemand sich bewusst dieser Tatsache stellt oder sich ihr mehr oder weniger bewusstlos \u00fcberl\u00e4sst.<br \/>\nVon offizieller Seite in der Bundesrepublik wurde den \u00dcberlebenden der Todeslager gelegentlich gestattet, \u00f6ffentlich \u00fcber ihre Geschichte zu sprechen. Nicht dass sich die Repr\u00e4sentanten des Staates f\u00fcr die Leiden der Verfolgten sonderlich interessiert h\u00e4tten, es galt aber, vor der Welt Zerknirschung oder Besinnung zu demonstrieren, und so zu tun, als k\u00f6nne man nach einer einzigartigen gesellschaftlichen Katastrophe so weiter machen, als ob nichts geschehen w\u00e4re. Gl\u00fccklicherweise gab es einige gelungene Filme und B\u00fccher, die das Schicksal der Verfolgten erfahrbar machten.<\/p>\n<p>Meist ignoriert (auch von ihnen selbst) oder f\u00fcr Zwecke politischer Propaganda missbraucht wurden die Traumatisierungen der Kinder jener Generation, die die Nazi-Diktatur erm\u00f6glichte, st\u00fctzte und hofierte.<br \/>\nJetzt berichteten sie, wie sie beispielsweise tagelang durch eine brennende Stadt irrten, nachdem die Mutter bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen war, was ihnen der Verlust des Vaters bedeutet hatte, wie sie zu fremden Menschen gegeben oder in Heimen untergebracht und dort oftmals misshandelt wurden oder zumindest ohne jede Zuwendung aufwachsen mussten. Jahrzehntelang hatten diese Menschen ihre Erlebnisse niemandem mitgeteilt, nicht einmal ihren Freunden und Partnern. Indem sie nun erz\u00e4hlten, was ihnen geschehen war, kamen unweigerlich die Einsamkeit, die Verzweiflung, die Angst, die Trauer zum Vorschein, die jahrelang in ihnen eingefroren waren. Man konnte den Eindruck bekommen, dass einige der Befragten buchst\u00e4blich aufzutauen begannen. Fast ausnahmslos r\u00e4umten sie ein, unter Depressionen, gravierenden psycho-somatischen Erkrankungen und vielf\u00e4ltigen \u00c4ngsten gelitten zu haben oder weiterhin zu leiden. Manche erkannten, dass ihr Schweigen auch das Leben ihrer Kinder beeintr\u00e4chtig hatte.<br \/>\n(Leider verfolgten die Autoren nicht die Frage, ob gerade das Verdr\u00e4ngen der pr\u00e4genden Erfahrungen auch ein Grund ist f\u00fcr die verbreitete Sprachlosigkeit zwischen der Generation, die die Verw\u00fcstungen des Krieges als Kinder erleiden mussten oder in den Hungerjahren nach der Kapitulation aufwuchsen, und wiederum ihren eigenen Kindern. Ebenso w\u00e4re es wertvoll, dar\u00fcber nachzudenken, ob und auf welche Weise die Entscheidungen jener ehemaligen &#8222;Kriegskinder&#8220;, die heute Mitglieder des Parlamentes sind, unbewusst von ihren fr\u00fchen seelischen und physischen Mangelerlebnissen mit beeinflusst sein k\u00f6nnten.)<\/p>\n<p>Im Grunde kam das heimliche Elend einer Gesellschaft zum Vorschein, die das reale Leiden im Inneren der Menschen begraben will, sie zum Schweigen verurteilt oder nach der stillen \u00dcbereinkunft funktioniert, das \u00fcber Vergangenes nicht gesprochen werden d\u00fcrfe, und an ihrer Oberfl\u00e4che auf dem sch\u00f6nen Schein, auf dem Image von Erfolg, Wohlstand und Normalit\u00e4t beharrt. In der Tat schwiegen die meisten Menschen, als h\u00e4tte man sie daf\u00fcr bezahlt. Allerdings hat die Abwehr der Erinnerung sehr oft ihren Preis: Die verbarrikadierte eigene Geschichte f\u00fchrt zu seelischen Schmerzen (die mit viel Aufwand abgewehrt werden m\u00fcssen) und zu einer chronischen Isolation, von sich selbst und von anderen. Wer seine eigene Geschichte nicht genau kennt und \u00fcbergeht, kann sehr lange, vielleicht sogar reibungslos funktionieren, aber es kommt der Zeitpunkt, an dem sich eine gewisse Leere bemerkbar macht, an dem sichtbar wird, dass man nicht wirklich wei\u00df, wer man ist, dass eine Substanz fehlt, n\u00e4mlich die Sicherheit des Bewusstseins \u00fcber sich selbst, und dass unklar bleibt, worauf das eigene Leben gr\u00fcndet. Diese Unsicherheiten kann man nat\u00fcrlich bek\u00e4mpfen, wirklich entkommen kann man ihnen nicht.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr den Einzelnen gilt, gilt auch f\u00fcr die Gesellschaft, eine Nation insgesamt. Ohne Erinnerung ist eine Verarbeitung der Vergangenheit nicht m\u00f6glich, Geschichte l\u00e4sst sich ohne konkrete Erinnerung nicht verstehen. Gedenken im Verst\u00e4ndnis der Politik gibt oft vor, die Vergangenheit bereits verarbeitet zu haben und sch\u00fcttet die Erinnerung mit vielen, manchmal bedeutsam klingenden Worten zu. Es ist gut m\u00f6glich, einer vergangenen Epoche zu gedenken ohne jede innere Beteiligung, dabei kann man verschiedene Masken tragen: die Maske der Best\u00fcrzung, der Reue, der Scham. Nat\u00fcrlich kann man auch aufrichtig dabei sein.<br \/>\nSich der eigenen Geschichte wirklich zu stellen, bietet hingegen die M\u00f6glichkeit, am eigenen Leben in der Tat innerlich beteiligt zu sein, mit der Zeit k\u00f6nnen authentische Gef\u00fchle zum Vorschein kommen, die Masken br\u00f6ckeln, werden unbrauchbar und das wirkliche Gesicht eines Menschen mit all seinen Lebensspuren wird kenntlich. Ein Mensch kommt zu sich, er kommt sich selbst nahe. Mit der Echtheit erwirbt man auch die F\u00e4higkeit, L\u00fcgen und Heuchelei (auch die staatlich organisierte) zu durchschauen. Wer an der eigenen Biographie wirklich beteiligt ist, wird sich f\u00fcr sein Leben, seine Existenz einsetzen wollen. Er wird das Bed\u00fcrfnis haben, \u00fcber seine Biographie selbst zu bestimmen und sich mitunter die Frage stellen, ob die Gesellschaft, in der er lebt, dies zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das inszenierte Gedenken und das gebetsm\u00fchlenhaft wiederholte offizielle Scham- und Reuebekenntnis f\u00fchrten in Deutschland bei Vielen zu einem Widerwillen, sich \u00fcberhaupt mit der Vergangenheit zu befassen. Ein \u00dcberdruss entstand, dem ein bekannter Schriftsteller Ende der neunziger Jahre medienwirksam Ausdruck verlieh und letztlich ein Ende der Erinnerung \u00fcberhaupt begr\u00fc\u00dfte. Das sind die Folgen \u00f6ffentlicher Inszenierungen ohne Bewusstsein, sie wirken erm\u00fcdend und monoton. Sie verhindern, ob gezielt oder nicht, Erkenntnis, vor allem das Durchschauen von Mustern in der Geschichte. So entsteht schlimmstenfalls eine bewusstlose Nation, ein Volk von Schl\u00e4fern.<\/p>\n<p>Eine Reportage des Senders Arte befasste sich mit den kollektiven Selbstmorden am Ende des Krieges. Bekannt war bereits, dass Familienv\u00e4ter zun\u00e4chst ihre Frauen und Kinder, dann sich selbst t\u00f6teten, aus Angst vor Vergeltungsmassnahmen oder aus Abh\u00e4ngigkeit von der nationalsozialistischen Ideologie. Es ist dem Sender zu danken, dass er erstmals F\u00e4lle aufgriff, die bezeugen, dass auch zahlreiche M\u00fctter ihre Kinder ermordeten, damit sie &#8222;den Russen&#8220; nicht in die H\u00e4nde fielen. Nat\u00fcrlich waren diese Frauen aufgestachelt durch die nationalsozialistische Propaganda und Angeh\u00f6rige der Roten Armee haben reale Gr\u00e4ueltaten begangen. Doch zeigte sich auch, in welchem Ausma\u00df M\u00fctter ihre Kinder einem Wahn opfern k\u00f6nnen. Prominente Vertreterin dieser seltsamen Methode zur Durchsetzung des Kindeswohls war bekanntlich Magda Goebbels, die ihre sechs Kinder im F\u00fchrerbunker h\u00f6chstselbst vergiftete. Es erschien ihr unertr\u00e4glich, die Kinder in einer Welt ohne den F\u00fchrer aufwachsen zu lassen.<br \/>\nEine Frau erz\u00e4hlte vom Mordversuch durch ihre Mutter, wie die Mutter ihr die Schlinge um den Hals legte, um erst sie und dann sich selbst zu erh\u00e4ngen, wie das M\u00e4dchen in Panik geriet, von der Mutter belogen wurde, sie sprach \u00fcber ihre Todesangst und dar\u00fcber, wie sie von russischen Soldaten gerettet wurde, die sie freundlich behandelten. Sie hatte ihre Mutter verloren und war gleichzeitig einem brachialen Angriff auf ihre Existenz durch diese Mutter ausgeliefert, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte. Ihr Leben war von Depressionen und Schmerzen gezeichnet und es war ihr nie m\u00f6glich, eine eigene Familie zu gr\u00fcnden, obwohl sie sich dies immer gew\u00fcnscht hatte. In der Erz\u00e4hlung dieser Frau wurde der ganze Wahnsinn jener Zeit und die Vergiftung der Menschen durch die Ideologie bis zur Selbstzerst\u00f6rung deutlich und gegenw\u00e4rtig.<br \/>\nDie Dokumentation vermittelte indirekt eben noch eine tieferliegende Botschaft: Der Wahn einer Regierung trifft nicht nur eine ausgegrenzte Gruppe der Bev\u00f6lkerung, er trifft irgendwann alle, die gesamte Nation und richtet sie letztlich zugrunde. Dies wurde auch in den Berichten der ehemaligen Kriegskinder sehr lebendig, die der Zerst\u00f6rung auf extreme Weise ausgesetzt waren.<\/p>\n<p>Somit ist die m\u00f6glichst genaue und konkrete Erinnerung vieler Menschen unverzichtbar, weil sie auf sehr pers\u00f6nliche Weise belegt, wie stark einzelne Lebensl\u00e4ufe vom Wahn der Herrschenden getroffen werden. Dieser Wahn kann viele Gesichter haben und beliebige Feindbilder entwickeln. Es muss nicht um die angebliche &#8222;Reinhaltung der Rasse&#8220; oder um die Bek\u00e4mpfung des &#8222;Weltkommunismus&#8220; gehen. Auch die Unterwerfung aller politischen Entscheidungen unter das Diktat unbeschr\u00e4nkter Profitmaximierung, die Reduzierung der Menschen auf ihre Verwertbarkeit innerhalb dieses Systems, die Erzeugung und folgende G\u00e4ngelung \u00fcberfl\u00fcssiger Menschen sind, wenn allgegenw\u00e4rtig, Produkte eines Wahns. So kann auch die Freiheit selbst zu einer Wahnvorstellung werden, n\u00e4mlich dann, wenn innerhalb einer Gesellschaft die Anzahl derjenigen Menschen w\u00e4chst, die selbst beim besten Willen nicht mehr empfinden, ihr Leben nach ihren eigenen Bed\u00fcrfnissen und Notwendigkeiten ausrichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So unterschiedlich wahnhafte Vorstellungen sein k\u00f6nnen, artikulieren sie sich doch im Rahmen politischer Entscheidungen in sehr \u00e4hnlichen Verhaltensmustern. Je mehr die negativen, destruktiven Auswirkungen zum Tragen kommen, umso hektischer werden S\u00fcndenb\u00f6cke gesucht, im Inneren wie au\u00dferhalb der Gesellschaft, f\u00fcr deren Niedergang stets bestimmte Personengruppen verantwortlich gemacht werden. Die diesem Agieren zugrunde liegende Unlogik, die Irrationalit\u00e4t entlarvt sich, indem gleichzeitig geradezu geschworen wird, zum bestehenden System gebe es keine Alternative, der beste aller denkbaren Zust\u00e4nde sei erreicht.<br \/>\nEin Wahn ist immer an panische \u00c4ngste gekoppelt. Die paranoiden Verhaltensmuster machen auch die Erfindung eines \u00e4u\u00dferen Feindes notwendig, um sie f\u00fcr den Gest\u00f6rten selbst rational erscheinen zu lassen und um sich in eine phantasierte Position der St\u00e4rke begeben zu k\u00f6nnen. Hierbei spielt keine Rolle, ob der Feind, das personifizierte B\u00f6se eine andere politische, religi\u00f6se oder ethnische Gesellschaftsform darstellt. Ein Feind muss um jeden Preis geschaffen werden, er findet sich immer, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je massiver der Gr\u00f6\u00dfenwahn, um so st\u00e4rker die Angst: So kann es vorkommen, dass die Regierung eines Landes von der tiefen \u00dcberzeugung beseelt ist, eine Weltmacht oder eine Supermacht zu sein, dabei wei\u00df niemand, was das eigentlich bedeuten mag. Hinter dem Gr\u00f6\u00dfenwahn lauert eben auch die Leere. Und gelegentlich kommt die Furcht amtierender Potentaten ganz unverstellt zum Vorschein, etwa wenn ein Machthaber durch ein Flugzeugger\u00e4usch au\u00dferhalb seines Palastes so in Schrecken versetzt wird, dass er Hals \u00fcber Kopf in einen Bunker fl\u00fcchtet, weil er f\u00fcrchtet, eine Bombe k\u00f6nne auf seinen hochwohlgeborenen Kopf fallen.<br \/>\nNach innen dr\u00fcckt sich die Paranoia in zunehmenden Kontroll- und \u00dcberwachungszw\u00e4ngen, rigiden Ma\u00dfnahmen oder Beschimpfungen und Drohgeb\u00e4rden gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung oder einzelnen Gruppen aus. Deswegen ist die saloppe Sentenz, dass der Wahnsinn oft Methode habe, ausgesprochen zutreffend.<\/p>\n<p>Wahnhafte Strukturen innerhalb eines gesellschaftlichen Systems sind auch deshalb gef\u00e4hrlich, weil sie gleichsam ansteckend wirken, auf die unterschiedlichen Institutionen \u00fcbergreifen. Dann kann man feststellen, dass \u00f6ffentliche Verlautbarungen von Regierungen und Medienanalysen der Realit\u00e4t zunehmend weniger \u00c4hnlichkeit mit der Wahrnehmung aufmerksamer B\u00fcrger haben. Und genau diesen Entwicklungen setzt die pers\u00f6nliche Erinnerung an historische Ereignisse etwas entgegen, weil das lebendige Ged\u00e4chtnis Bewusstsein erzeugt und an nachfolgende Generationen weiter vermittelt. Das Bewusstsein l\u00e4sst sich dann nichts mehr vormachen, es erkennt sich wiederholende Muster und Strukturen, destruktive Tendenzen in ihren so verschiedenen Verkleidungen. Ein Mensch, dem \u00fcberlieferte Erfahrungen aus der Vergangenheit zug\u00e4nglich sind, wird viel eher sich selbst, seiner eigenen wachen Wahrnehmung glauben als dem, was Regierungen behaupten, was er in der Zeitung lesen kann oder ihm an Erkl\u00e4rungen von diversen Fernsehkan\u00e4len angeboten wird. Es ist nicht nur so, dass die Vergangenheit gar nicht zu den Akten gelegt werden kann, weil sie in jedem Fall weiterhin wirksam ist, vielmehr sollte sie lebendig bleiben, bewahrt in den vielen individuellen Erfahrungen, die weiter gegeben werden. Das Wissen um die Zerst\u00f6rung von Biographien durch M\u00e4chtige st\u00e4rkt die Realisierung und die berechtigte Emp\u00f6rung \u00fcber das Leid, das Potentaten und politische wie \u00f6konomische Entscheidungstr\u00e4ger Menschen auch in der Gegenwart zuf\u00fcgen. Ich vermute, dass wir gerade in Deutschland noch lange die Folgen des Jahrzehnte langen Schweigens sp\u00fcren werden.<\/p>\n<p>Die Essays, Artikel und Interviews auf dieser Webseite befassen sich mit der Notwendigkeit der bewussten Erinnerung an die eigene Kindheitsgeschichte, an den besonderen Charakter der Bindung an die Eltern. Sie belegen die Tradition der Erinnerungsleugnung (und damit auch der Leugnung der Realit\u00e4t) in der Institution Psychotherapie wie in den Familien. Dabei ist das Argument immer gleich: Was du erinnerst, ist falsch. Es war ganz anders. Es hat gar nicht stattgefunden, das bildest du dir ein. H\u00f6re lieber auf mich, denn ich wei\u00df, wie es wirklich gewesen ist.<br \/>\nEbenso wenig sollten Menschen die Erinnerung an politische und historische Ereignisse und ihre Folgen der Deutung von Wissenschaftlern und Fachleuten \u00fcberlassen. Man kann sich nur individuell erinnern, Erinnerung kann nicht von au\u00dfen &#8222;gestiftet&#8220; werden. Das Bewusstsein \u00fcber die eigene Kindheitsgeschichte wie \u00fcber die Geschichte eines Landes kann sich jeder nur selbst erarbeiten. Sicher wird, wer zu der eigenen Erfahrung steht, hin und wieder ausgegrenzt. Bewusstsein ist aber der individuelle Besitz jedes einzelnen Menschen und immer dann, wenn genau dieses Bewusstsein manipuliert werden soll, ist Grund f\u00fcr Hellh\u00f6rigkeit gegeben und f\u00fcr die Frage: Wem soll das nutzen, welchem Zweck dient das?<\/p>\n<p>Die von mir erw\u00e4hnten Dokumentationen zeigten, dass Gedenken sinnlos ist, wenn die Erinnerung versch\u00fcttet bleibt, dass es nicht ausreicht, mit Zahlen und Jahresdaten zu jonglieren, dass wir keiner moralischen Reden bed\u00fcrfen, sondern erz\u00e4hlter Erfahrung und dass Geschichte etwas anderes darstellt, als manche Historiker glauben. Arno Gruen schreibt in seinem letzten Buch &#8222;Verratene Liebe &#8211; Falsche G\u00f6tter&#8220; sinngem\u00e4\u00df, die bisherige Geschichtsschreibung habe \u00fcberwiegend vers\u00e4umt, die tieferen, wahren Antriebe der M\u00e4chtigen und ihres Gr\u00f6\u00dfenwahns aufzuzeigen. Deshalb, so Gruen, sei es auch unm\u00f6glich gewesen, aus den vielen Wiederholungen historischer Prozesse entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Und er f\u00fchrt aus:<\/p>\n<p>&#8222;Und anstatt aus unserer Geschichte zu lernen, f\u00fchlen wir uns von ihr beleidigt und jagen Ehre, Heldentum, und einer freiwilligen Knechtschaft unter falschen G\u00f6ttern hinterher. So verleugnen wir die gemeinsame Vergangenheit. Aber ohne Vergangenheit haben wir nichts, auf dem wir stehen k\u00f6nnen, haben wir keinen Kontext &#8230; . Erinnerung ist verbunden mit unserem Sein, aber sie ist auch eine Gefahr, weil sie gegen Macht und deren Rechtfertigung verst\u00f6\u00dft. &#8230; Erinnerung ist eingebettet in das ganze Gef\u00fcge unseres Seins, unserer M\u00f6glichkeit, uns als eigene Person mit eigenem Selbst und eigener Geschichte zu erleben &#8211; oder eben nicht. Wenn aber Menschen ihr Sein darauf aufbauen, andere zu beherrschen und zu erniedrigen, dann m\u00fcssen sie unsere gemeinsame Vergangenheit verf\u00e4lschen, um sich selbst rechtfertigen zu k\u00f6nnen. &#8230; So wird Vergangenheit zu einer Ideologie, die dem Menschen aufgesetzt wird, damit er die wirkliche, selbst erlebte Vergangenheit nicht erkennt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Destruktivit\u00e4t hat viele Gesichter, dies wird unmittelbar klar, wenn man Geschichte als das durchlittene Leben vieler Einzelner begreift und sich diesen Einzelschicksalen \u00f6ffnet. Was sonst, als sich der eigenen Erfahrung und der anderer zu \u00f6ffnen, w\u00e4re \u00fcbrigens Leben? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"colonne-gauche\">\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/faq-wie-findet-man-einen-guten-therapeuten\/\">FAQ: Wie findet man<br \/>\neinen guten Therapeuten ?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Alice Miller<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/therapeutenliste\/\">Therapeutenliste<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auflosung-der-folgen-von-kindesmisshandlungen\/\">Aufl\u00f6sung der Folgen von Kindesmisshandlungen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/aus-dem-gefangnis-der-schuldgefuhle\/\">Aus dem Gef\u00e4ngnis der Schuldgef\u00fchle<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-fall-jessica\/\">Der Fall Jessica<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-blanke-sadismus\/\">Der blanke Sadismus<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-langste-weg\/\">Der l\u00e4ngste Weg<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/was-ist-hass\/\">Was ist Hass?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/emporung-als-vehikel-der-therapie\/\">Emp\u00f6rung als Vehikel der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/depression-der-zwang-zum-selbstbetrug\/\">Depression &#8211; der Zwang zum Selbstbetrug<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung\/\">&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/feminismus-marxismus-und-kindheit\/\">Feminismus, Marxismus und Kindheit<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-betrug-totet-die-liebe\/\">Der Betrug t\u00f6tet die Liebe<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-den-missbrauch-des-vertrauens-in-der-therapie\/\">\u00dcber den Missbrauch des Vertrauens in der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/irrefuhrende-informationen\/\">Irref\u00fchrende Informationen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/zum-film-mummy-dearest\/\">Zum Film &#8222;Mummy Dearest&#8220; (Meine liebste Rabenmutter)<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/saddam-hussein-und-die-kardinale\/\">Saddam Hussein und die Kardin\u00e4le<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/korper-und-moral\/\">K\u00f6rper und Moral<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-befreiende-erfahrung-der-schmerzhaften-wahrheit\/\">Die befreiende Erfahrung der schmerzhaften Wahrheit<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wie-kommt-das-bose-in-die-welt\/\">Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/woher-kommt-das-grauen\/\">Woher kommt das Grauen?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/bedingungen-der-therapie\/\">Bedingungen der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wann-gibt-es-endlich-keine-idealen-soldaten-mehr\/\">Wann gibt es endlich keine idealen Soldaten mehr?<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Thomas Gruner<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/einige-leichen-im-keller\/\">Einige Leichen im Keller<\/a><\/li><li class=\"current\"><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wem-gehort-unser-bewusstsein\/\">Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/frenzy\/\">Frenzy<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-einige-aspekte-der-neueren-traumatherapien\/\">\u00dcber einige Aspekte der neueren Traumatherapien<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-blendung-des-odipus-oder-der-blinde-fleck-unserer-kultur\/\">Die Blendung des \u00d6dipus &#8211; oder Der blinde Fleck unserer Kultur<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/abschied-von-den-eltern\/\">&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-2\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 2<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-1\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 1<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/geborgenheit-in-der-moral-oder-die-wahrheit-der-erfahrungen\/\">Geborgenheit in der Moral oder Die Wahrheit der Erfahrungen<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auf-der-suche-nach-der-eigenen-geschichte-der-schriftsteller-jurek-becker\/\">Auf der Suche nach der eigenen Geschichte: Der Schriftsteller Jurek Becker<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-doppelte-falle\/\">Die doppelte Falle<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Klaus Schlagmann<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a href=\"\/de\/krankenkassen-finanzieren-die-lobbyarbeit-fur-\nkinderschander\/\">Krankenkassen finanzieren die Lobbyarbeit f\u00fcr<br \/>\nKindersch\u00e4nder<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">Claudio Breda<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/bloss-nie-nachgeben-2\/\">Bloss nie nachgeben<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Thomas Gruner Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?Wednesday 01 June 2005 Geschichte, Gedenken und Erinnern Vor einigen Wochen publizierte ein meinungsf\u00fchrendes und meinungsbildendes Wochenmagazin in seiner Online-Ausgabe den Artikel eines Sozialpsychologen, der sich auf die sogenannte &#8222;Ged\u00e4chtnisforschung&#8220; spezialisiert hat. Aufmerksam machte mich der Titel dieses Artikels: &#8222;Wie das Gehirn Geschichte f\u00e4lscht&#8220; (Harald Welzer in Spiegel Online, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76],"tags":[],"class_list":["post-2951","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tg"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2951"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2952,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2951\/revisions\/2952"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}