{"id":2920,"date":"2005-01-01T20:05:17","date_gmt":"2005-01-01T19:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/?p=2920"},"modified":"2015-12-01T20:10:58","modified_gmt":"2015-12-01T19:10:58","slug":"die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung"},"content":{"rendered":"<div class=\"colonne-droite\">\n<p align=\"right\">von <b>Alice Miller<\/b><\/p>\n<h1 style=\"padding-top:10px;\">&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung<br \/><span class=\"soustitre\">Saturday 01 January 2005<\/span><\/h1>\n<p>Fast alle meine B\u00fccher haben gegens\u00e4tzliche Reaktionen bewirkt, doch bei diesem Buch f\u00e4llt gerade die emotionale Intensit\u00e4t auf, mit der dessen Ausf\u00fchrungen best\u00e4tigt oder abgelehnt werden. Ich habe den Eindruck, dass diese Intensit\u00e4t indirekt zum Ausdruck bringt, wie nahe, oder wie fern, der Leser sich selbst gegen\u00fcber befindet.<\/p>\n<p>Nachdem Die Revolte des K\u00f6rpers im M\u00e4rz 2004 erschienen war, schrieben mir viele Leser, sie seien froh, sich nicht l\u00e4nger zu Gef\u00fchlen zwingen zu m\u00fcssen, die sie in Wahrheit nicht empfinden w\u00fcrden. Sie seien auch froh, sich endlich die Gef\u00fchle nicht verbieten zu m\u00fcssen, die immer wieder unver\u00e4ndert in ihnen entst\u00fcnden. Doch in manchen Reaktionen, vor allem in der Presse, fand ich h\u00e4ufig ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis, zu dem ich m\u00f6glicherweise selbst beigetragen habe, indem ich das Wort Misshandlung in einem viel weiteren Sinn gebrauchte, als dies \u00fcblich ist.<\/p>\n<p>Wir sind gewohnt, mit diesem Wort das Bild eines wom\u00f6glich am ganzen K\u00f6rper verwundeten Kindes zu verbinden, dessen Wunden eindeutig auf die erlittenen Verletzungen hinweisen. Was ich aber in diesem Buch beschreibe und mit dem Begriff Misshandlung benenne, sind vielmehr Verletzungen der seelischen Integrit\u00e4t des Kindes, die zun\u00e4chst UNSICHTBAR bleiben. Deren Folgen werden oft erst nach Jahrzehnten registriert und auch dann wird der Zusammenhang mit den in der Kindheit erfahrenen Verletzungen nur selten gesehen und ernst genommen. Sowohl die Betroffenen selbst, als auch die Gesellschaft (\u00c4rzte, Anw\u00e4lte, Lehrer, und leider auch viele Therapeuten) wollen von den Ursachen der sp\u00e4teren &#8222;St\u00f6rungen&#8220; oder des &#8222;Fehlverhaltens&#8220;, die in der Kindheit liegen, nichts wissen.<\/p>\n<p>Wenn ich diese unsichtbaren Verletzungen Misshandlungen nenne, sto\u00dfe ich h\u00e4ufig auf Widerstand und auf laute Emp\u00f6rung. Diese Gef\u00fchle kann ich gut nachempfinden, weil ich sie sehr lange teilte. Ich h\u00e4tte fr\u00fcher heftig protestiert, wenn man mir gesagt h\u00e4tte, dass ich ein misshandeltes Kind gewesen war. Erst jetzt wei\u00df ich mit Bestimmtheit, dank Tr\u00e4ume, meiner Malerei und nicht zuletzt dank der Botschaften meines K\u00f6rpers, dass ich als Kind \u00fcber Jahre seelische Verletzungen hinnehmen musste, aber dies als Erwachsene sehr lange nicht wahrhaben wollte (s. S. 24). Wie so viele andere Menschen habe ich gedacht: &#8222;Ich? Ich wurde doch nie geschlagen. Die paar Klapse haben ja kaum eine Bedeutung gehabt. Und meine Mutter hat sich doch so viel M\u00fche mit mir gegeben.&#8220; (auf S. 79 findet der Leser \u00e4hnliche \u00c4u\u00dferungen).<\/p>\n<p>Doch wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass die schweren Folgen der fr\u00fchen unsichtbaren Verletzungen gerade durch die Bagatellisierung des kindlichen Leidens entstehen, durch die Leugnung von dessen Bedeutung. Jeder Erwachsene kann sich m\u00fchelos vorstellen, dass er zu Tode erschrecken und sich entw\u00fcrdigt f\u00fchlen w\u00fcrde, wenn ein Riese, der achtmal gr\u00f6\u00dfer als er w\u00e4re, ihn pl\u00f6tzlich w\u00fctend \u00fcberfallen w\u00fcrde. Doch vom kleinen Kind nehmen wir an, dass es diese Reaktion nicht versp\u00fcrt, obwohl wir leicht beobachten k\u00f6nnen, wie wach und kompetent das Kind auf seine Umgebung reagiert. (vgl. Martin Dornes, Der kompetente S\u00e4ugling, Jesper Juul, Das kompetente Kind) Die Eltern denken, dass Klapse keineswegs wehtun, sie sollten dem Kind nur bestimmte Werte vermitteln, und das Kind \u00fcbernimmt dieses Urteil. Manche Kinder lernen sogar, dar\u00fcber zu lachen und ihren Schmerz \u00fcber die erfahrene Entw\u00fcrdigung und Erniedrigung zu verspotten. Als Erwachsene halten sie sich an diesem Spott fest, sind stolz auf ihren Zynismus, machen sogar Literatur daraus, wie wir es bei James Joyce, Frank McCourt u.a. sehen k\u00f6nnen. Wenn sie an Symptomen wie Angst und Depressionen leiden, was wegen der verdr\u00e4ngten echten Gef\u00fchle unvermeidbar ist, dann finden sie m\u00fchelos \u00c4rzte, die ihnen f\u00fcr eine Weile mit Medikamenten helfen. So k\u00f6nnen sie ihre Selbstironie, die bew\u00e4hrte und gesch\u00e4tzte Waffe gegen alle aus der Vergangenheit aufsteigenden Gef\u00fchle, ruhig aufrechterhalten. Damit passen sie sich auch den Forderungen der Gesellschaft an, f\u00fcr die die Schonung der Eltern ein oberstes Gebot darstellt.<\/p>\n<p>Eine Therapeutin, die mein letztes Buch sehr gr\u00fcndlich gelesen und verstanden hat, erz\u00e4hlte mir, dass sie fast bei allen ihren Klienten auf Widerstand sto\u00dfe, wenn sie, jetzt deutlicher als fr\u00fcher, versucht, ihnen die durch die Eltern verursachten Verletzungen aufzuzeigen. Sie fragte mich, ob das Vierte Gebot als Erkl\u00e4rung gen\u00fcge, um diese hartn\u00e4ckige Bindung an idealisierte Eltern zu verstehen.<br \/>\nIch denke, dass das Vierte Gebot erst bei gr\u00f6\u00dferen Kindern wirksam sein kann. Der Ursprung der hohen (manchmal durch Fremde kaum nachvollziehbaren) Toleranz geht aber auf ein sehr fr\u00fches Lebensalter zur\u00fcck. Er liegt im Umstand, dass schon das kleinste Kind gelernt hat, seinen Schmerz, den die Eltern nicht wahrnehmen, zu verleugnen (&#8222;ein Klaps tut doch nicht weh&#8220;), sich dessen zu sch\u00e4men, sich selbst f\u00fcr ihn zu beschuldigen oder, wie ich oben zeigte, ihn zu verspotten. Das Opfer darf auch sp\u00e4ter nicht f\u00fchlen, dass es ein Opfer war. So kann der Klient in der Therapie den wahren T\u00e4ter zuerst gar nicht ausmachen. Auch wenn seine unterdr\u00fcckten Emotionen aufleben sollten, die Wahrheit wird es schwer haben, sich gegen die fr\u00fch angelernten Mechanismen durchzusetzen. Sie dienten doch so lange dazu, den Schmerz zu verharmlosen und sich angeblich von ihm zu befreien. Dies nicht mehr zu tun, bedeutet gegen den Strom zu schwimmen, und das macht nicht nur Angst, sondern es bringt auch zun\u00e4chst Gef\u00fchle von Einsamkeit. Man setzt sich dem Vorwurf der Larmoyanz aus. Und doch beginnt hier der Weg zur eigenen Reife.<br \/>\nEin Klient, der am Anfang seiner Therapie wei\u00df und es ernst nehmen kann, dass er von seinen Eltern schwer verletzt wurde, geh\u00f6rt daher zu den gr\u00f6\u00dften Ausnahmen. Menschen, deren Eltern die Gef\u00fchle des Kindes von Anfang an ernst genommen haben, brauchen sich sp\u00e4ter nicht so anzustrengen, um ihr Leben und ihr Leiden ernst nehmen zu k\u00f6nnen. Bei der Mehrheit bleibt jedoch der fr\u00fch angelernte Mechanismus weiter aktiv, d. h. diese Menschen bagatellisieren ihr Leiden hartn\u00e4ckig, auch wenn sie sich selber therapeutisch bet\u00e4tigen. So bleiben sie zwar dem Geist der Schwarzen P\u00e4dagogik und der Gesellschaft, in der sie leben, treu, aber sich selber h\u00e4ufig sehr fern. Ich meine, dass es die Aufgabe einer wirksamen Therapie w\u00e4re, diese Distanz zu sich selbst zu verringern.<\/p>\n<p>Auch viele Therapeuten, doch hoffentlich nicht alle, sind bem\u00fcht, die Klienten von ihrer Kindheit abzulenken. Wie und warum, zeige ich in diesem Buch sehr deutlich, auch wenn ich nicht wei\u00df, wie hoch ihr Prozentsatz ist, dar\u00fcber besteht keine Statistik. Der Leser kann sich auf Grund meiner Beschreibung selbst orientieren, ob er auf diesem Weg zu sich selbst begleitet oder von sich selbst entfremdet wird. Letzteres kommt leider h\u00e4ufig vor. Ein in analytischen Kreisen sehr gesch\u00e4tzter Autor behauptet sogar in seinem Buch, dass es das wahre Selbst gar nicht geben k\u00f6nne, dass es irref\u00fchrend sei, dar\u00fcber zu sprechen. Wie kann ein auf diese Weise in der Therapie begleiteter Erwachsene seine kindliche Realit\u00e4t finden? Wie kann er erfahren, in welcher Ohnmacht er als Kind gelebt hat? In welcher Verzweiflung er sich befand, als die Verletzungen stattfanden, immer wieder, jahrelang, ohne dass das Kind sich wehren, ohne dass es die Realit\u00e4t wahrnehmen durfte, weil niemand da war, der ihm geholfen h\u00e4tte, sie zu sehen. So musste das Kind versuchen, sich alleine zu retten, indem es in die Verwirrung fl\u00fcchtete, und zuweilen eben in den Spott. Wenn es dem Erwachsenen sp\u00e4ter nicht gelingt, diese Verwirrung in Therapien aufzul\u00f6sen, die den Zugang zu den verschollenen Gef\u00fchlen des Kindes nicht blockieren, bleibt er im Spott \u00fcber das eigene Schicksal verhaftet.<\/p>\n<p>Sollte es ihm aber doch m\u00f6glich sein, mit Hilfe seiner heutigen Gef\u00fchle zu den einfachsten, berechtigten und starken Emotionen des kleinen Kindes zu gelangen, und diese als begreifliche Reaktionen auf (gewollte oder ungewollte) Grausamkeiten der Eltern oder Ersatzeltern zu verstehen, dann vergeht ihm das Lachen, verschwinden der Spott, der Zynismus und die Selbstironie. Und es verschwinden meistens auch die Symptome, mit denen man f\u00fcr diesen Luxus bezahlt hat. Dann wird das wahre Selbst, d.h. es werden die authentischen Gef\u00fchle und Bed\u00fcrfnisse eines Menschen erlebbar. Ich selber bin dar\u00fcber verbl\u00fcfft, wenn ich auf mein Leben zur\u00fcckschaue, mit welcher Konsequenz, Ausdauer und Unnachgiebigkeit sich mein wahres Selbst gegen alle \u00e4u\u00dfere und innere Widerst\u00e4nde durchgesetzt hat und dass dies auch weiter ohne die Hilfe von Therapeuten geschieht, weil ich sein Wissender Zeuge geworden bin.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich reicht der Verzicht auf Zynismus und Selbstironie nicht aus, um die Folgen einer grausamen Kindheit aufzuarbeiten. Aber er ist daf\u00fcr eine notwendige, unerl\u00e4ssliche Voraussetzung. In der Haltung der Selbstverspottung hingegen k\u00f6nnte man zahlreiche Therapien absolvieren und k\u00e4me doch nicht vom Fleck, weil die wahren Gef\u00fchle und damit die Empathie f\u00fcr das Kind, das man war, weiterhin verschlossen blieben. Man zahlt dann lediglich (oder l\u00e4sst die Krankenkassen bezahlen) f\u00fcr eine Begleitung, die eher behilflich ist, vor der eigenen Realit\u00e4t zu fliehen, was logischerweise kaum Ver\u00e4nderungen bewirken kann.<\/p>\n<p>Sigmund Freud unterwarf sich vor mehr als 100 Jahren uneingeschr\u00e4nkt der herrschenden Moral, indem er eindeutig das Kind beschuldigte und die Eltern schonte. So verfuhren auch seine Nachfolger. In meinen letzten drei B\u00fcchern habe ich darauf hingewiesen, dass sich die Psychoanalyse zwar mittlerweile den Fakten \u00fcber Kindesmisshandlung und sexuellen Missbrauch von Kindern mehr ge\u00f6ffnet hat und diese Fakten in ihre theoretischen \u00dcberlegungen zu integrieren versucht, dass aber leider diese Versuche h\u00e4ufig am 4. Gebot scheitern. Die Rolle der Eltern beim Entstehen der Symptomatik des Kindes wird weiterhin verbr\u00e4mt und verschleiert. Ob die angebliche Erweiterung des Horizontes die innere Haltung der Mehrheit der Therapeuten wirklich ver\u00e4ndert hat, kann ich nicht beurteilen, doch aus den Publikationen habe ich den Eindruck, dass die Reflexion \u00fcber die traditionelle Moral immer noch aussteht. Das Verhalten der Eltern wird weiterhin verteidigt, in der Praxis, aber auch in den Theorien. Das best\u00e4tigte mir das Buch von Eli Zaretsky (Secrets of the Soul, Knopf 2004), mit seiner ausf\u00fchrlichen Geschichte der Psychoanalyse bis heute (ohne das Problem des 4. Gebotes \u00fcberhaupt zu thematisieren). Daher besch\u00e4ftige ich mich in der &#8222;Revolte&#8220; eher am Rande mit der Psychoanalyse.<\/p>\n<p>Leser, die meine anderen B\u00fccher nicht kennen, haben vielleicht M\u00fche zu realisieren, worin der gro\u00dfe Unterschied zwischen dem, was ich schreibe und den Theorien der Psychoanalyse liegt. Denn auch Analytiker befassen sich ja bekanntlich mit der Kindheit und lassen heute zunehmend den Gedanken zu, dass die fr\u00fchen Traumen das sp\u00e4tere Leben beeinflussen, doch die von den Eltern zugef\u00fcgten Verletzungen werden h\u00e4ufig umgangen.. Zu den meisten Traumen geh\u00f6ren Todesf\u00e4lle der Eltern, schwere Erkrankungen, Scheidungen, Naturkatastrophen, Kriege usw. Mit ihnen f\u00fchlt sich der Patient nicht allein gelassen, der Analytiker kann sich in seine Situation als Kind m\u00fchelos einf\u00fchlen und ihm als wissender Zeuge helfen, seine Kindheitsleiden zu bew\u00e4ltigen, die ihn selten an seine eigenen erinnern. Anders ist es da, wo es um Verletzungen geht, die die meisten Menschen erfahren mussten, wenn es n\u00e4mlich darum geht, den Hass der eigenen Eltern, aber auch sp\u00e4ter die Feindseligkeit der Erwachsenen gegen\u00fcber den Kindern wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Das verdienstvolle Buch von Martin Dornes (Der kompetente S\u00e4ugling, 1993\/2004) zeigt m. E. sehr deutlich, wie schwer sich die bisherigen Vorstellungen der Analytiker mit den neuesten Forschungen \u00fcber den S\u00e4ugling vereinbaren lassen, obwohl sich der Autor sehr darum bem\u00fcht, den Leser vom Gegenteil zu \u00fcberzeugen. Es gibt daf\u00fcr viele Ursachen, auf die ich in meinen B\u00fcchern hinweise, doch ich meine, dass die Hauptursachen in der Wirkung der Denkblockaden liegen (vgl. AM., Evas Erwachen, S. 109-133), die, zusammen mit dem 4. Gebot, von der Realit\u00e4t der Kindheit wegf\u00fchren. Schon Sigmund Freud, aber vor allem Melanie Klein, Otto Kernberg, deren Nachfolgerschaft, sowie die weltfremde Ich-Psychologie Heinz Hartmanns haben dem S\u00e4ugling all das zugeschrieben, was ihnen die einst von ihnen selbst erfahrene Erziehung im Geiste der Schwarzen P\u00e4dagogik diktiert hatte, n\u00e4mlich, dass Kinder von Natur aus b\u00f6se oder &#8222;polymorph pervers&#8220; seien. (In Das Verbannten Wissen habe ich eine ausf\u00fchrliche Passage des bis heute sehr angesehenen Analytikers Glover zitiert, die seine Sicht auf das Kind beschreibt.) Mit der Realit\u00e4t eines lebenden Kindes hatte das wenig zu tun, schon gar nicht mit der eines verletzten und leidenden Kindes, zu denen ja unbestreitbar die Mehrheit geh\u00f6rt, solange k\u00f6rperliche Strafen und andere seelische Verletzungen fast allgemein als legitimer Teil einer richtigen Erziehung gelten.<\/p>\n<p>Analytiker, wie etwa Ferrenzi, Bowlby, Kohut und andere, die sich dieser Realit\u00e4t zuwandten, blieben am Rande der Psychoanalyse, weil ihre Forschungen der Triebtheorie krass widersprachen. Trotzdem ist meines Wissens keiner von ihnen aus der IPA (International Psychoanalytical Association) ausgetreten. Warum? Weil sie alle, wie viele auch noch heute, vermutlich hofften, die Psychoanalyse sei kein dogmatisches, sondern ein offenes System und k\u00f6nne Ergebnisse der neuesten Forschungen integrieren. Ich will das f\u00fcr die Zukunft nicht ausschlie\u00dfen, doch ich meine, dass eine unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr diese \u00d6ffnung die Freiheit w\u00e4re, die realen, seelischen Verletzungen im S\u00e4uglingsalter (Misshandlungen) wahrzunehmen und die bagatellisierende Haltung der Eltern dem kindlichen Leiden gegen\u00fcber zu erkennen. Das wird erst m\u00f6glich sein, wenn die Arbeit an den Emotionen in die psychoanalytische Praxis Einzug h\u00e4lt, wenn die Entdeckungskraft der Emotionen nicht mehr gef\u00fcrchtet wird, was ganz und gar nicht mit der Prim\u00e4rtherapie identisch zu sein braucht. Dann kann sich der \u00dcberlebende seinen fr\u00fchesten Verletzungen stellen und sich mit Hilfe des Wissenden Zeugen und der Botschaften seines K\u00f6rpers den Weg zu seinen Urspr\u00fcngen, zu seinem wahren Selbst bahnen. Soviel ich wei\u00df, ist dies im Rahmen der Psychoanalyse noch nicht geschehen.<\/p>\n<p>In meinem Buch Evas Erwachen (2001) habe ich meine Kritik der Psychoanalyse an einem konkreten Beispiel illustriert (S.149-156). Ich konnte zeigen, dass sogar Winnicott, den ich als Menschen sehr sch\u00e4tzte, dem Kollegen Harry Guntrip in dessen Analyse nicht wirklich helfen konnte, weil es ihm unm\u00f6glich war, den Hass der Mutter auf das Kind Harry wahrzunehmen. Dieses Beispiel zeigt deutlich die Grenzen der Psychoanalyse, die mich seinerzeit dazu bewogen haben, mich von der Psychoanalytischen Gesellschaft zu trennen und eigene Wege zu suchen, was mir f\u00fcr immer die Position einer abgelehnten Ketzerin verschaffte. Abgelehnt und missverstanden zu sein ist zwar nicht angenehm, aber die Situation der Ketzerin brachte mir anderseits gro\u00dfe Vorteile. Sie erwies sich als sehr ergiebig in meiner Forschung, und sie schenkte mir viel Freiheit, die ich brauchte, um meine Fragen weiter zu verfolgen. Nun standen mir alle Wege offen, und niemand konnte mir vorschreiben, wie ich denken sollte oder gar m\u00fcsste, was ich sehen d\u00fcrfe und was auf jeden Fall nicht. Diese Art von Denkfreiheit sch\u00e4tze ich ganz besonders.<\/p>\n<p>Dank dieser Freiheit konnte ich es mir unter anderem leisten, die Eltern, die die Zukunft ihrer Kinder ruinieren, nicht mehr zu schonen. Damit \u00fcberschritt ich ein gro\u00dfes Tabu. Denn nicht nur innerhalb der Psychoanalyse, auch in unserer ganzen Gesellschaft ist dieser Schritt nach wie vor tabuisiert, das hei\u00dft, die Institution &#8222;Eltern&#8220; wie die Institution Familie d\u00fcrfen auf keinen Fall als Quelle der Gewalt und des Leidens gezeigt werden. Die Furcht vor diesem Wissen l\u00e4sst sich deutlich in den meisten TV-Sendungen zum Thema Gewalt beobachten. (Zu diesen Fragen habe ich mich in der letzten Zeit auch in unterschiedlichen Beitr\u00e4gen auf meiner Webseite ge\u00e4u\u00dfert.)<\/p>\n<p>Die statistischen Erhebungen \u00fcber Kindesmisshandlung, aber auch die vielen Klienten, die in den Therapien \u00fcber ihre Erlebnisse als Kind berichteten, f\u00fchrten dazu, dass sich neue Therapieformen jenseits der Analyse etablierten, die sich auf die Behandlung des Traumas konzentrieren und in vielen Kliniken praktiziert werden. Es k\u00f6nnen auch in diesen Therapien (trotz aller guten Vors\u00e4tze, den Klienten empathisch zu begleiten) die echten Gef\u00fchle eines Menschen und der wahre Charakter seiner Eltern verschleiert werden, und zwar mit Hilfe von \u00dcbungen (Imaginationen und Kognitionen) oder spirituellen Tr\u00f6stungen. Diese sogenannten therapeutischen Interventionen lenken von den authentischen Gef\u00fchlen eines Menschen wie von seiner Realit\u00e4t als Kind ab. Beides (den Zugang zu den Gef\u00fchlen und &#8211; damit &#8211; zu seinen realen Erfahrungen) braucht der Klient aber, um zu sich selbst finden und so die Depression aufl\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Andernfalls k\u00f6nnen zwar einige Symptome verschwinden, aber beispielsweise in Form k\u00f6rperlicher Erkrankungen wieder auftauchen, solange die Realit\u00e4t des einstigen Kindes ignoriert wird. Diese kann auch in K\u00f6rpertherapien ignoriert werden, vor allem, wenn der Therapeut die eigenen Eltern noch f\u00fcrchtet und sie deshalb nach wie vor idealisieren muss.<\/p>\n<p>Inzwischen sind viele Berichte erschienen, in denen M\u00fctter (in den ourchildhood-Foren auch V\u00e4ter) ehrlich erz\u00e4hlen, wie sehr sie durch die Verletzungen in ihrer eigenen Kindheit daran gehindert waren, ihr Kind zu lieben. Wir k\u00f6nnen daraus lernen und aufh\u00f6ren, unentwegt weiter die Mutterliebe zu idealisieren. Dann m\u00fcssen wir den S\u00e4ugling nicht mehr als ein schreiendes Ungeheuer analysieren und werden beginnen, dessen Innenwelt zu verstehen, die Einsamkeit und Ohnmacht eines Kindes zu erfassen, das bei Eltern aufwachsen musste, die ihm jede liebevolle Kommunikation verweigerten, weil sie diese selber nicht kannten. Wir kennen dann im schreienden S\u00e4ugling eine logische, berechtigte Reaktion auf meistens unbewusste, aber faktische, reale Grausamkeiten der Eltern finden, die von der Gesellschaft noch nicht als solche erkannt werden. Eine ebenso nat\u00fcrliche Reaktion ist die Verzweiflung eines Menschen \u00fcber sein besch\u00e4digtes Leben, die in manchen Traumatherapien durch positive Phantasien beschwichtigt werden soll. Aber gerade diese starken Gef\u00fchle erm\u00f6glichen eine Erkenntnis dar\u00fcber, wie es dem Kind einst bei misshandelnden oder es ignorierenden Eltern ergangen ist.<\/p>\n<p>Die elterliche Grausamkeit ist nicht immer durch Schl\u00e4ge gekennzeichnet (wenn auch ca. 85% der heutigen Weltbev\u00f6lkerung in der Kindheit geschlagen wurden). Man sieht sie auch und vor allem im Mangel an freundlicher Zuwendung und Kommunikation, im Ignorieren der Bed\u00fcrfnisse des Kindes und dessen seelischen Schmerzen, in sinnlosen, perversen Strafen, im sexuellen Missbrauch, in der Ausbeutung der bedingungslosen Liebe des Kindes, in der emotionalen Erpressung, im Zerst\u00f6ren des Selbstgef\u00fchls und in den unz\u00e4hligen Formen der Machtaus\u00fcbung. Die Liste ist unendlich. Und was das Schlimmste ist: Das Kind muss lernen, all dies als ganz normales Verhalten anzusehen, weil es nichts anderes kennt. Trotzdem liebt jedes Kind seine Eltern bedingungslos, was auch immer sie mit ihm machen.<\/p>\n<p>Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz beschreibt einmal sehr einf\u00fchlsam die Treue einer seiner G\u00e4nse zu seinem Stiefel. Dieser war n\u00e4mlich der erste Gegenstand, den das G\u00e4nsek\u00fcken bei seiner Geburt erblickte. Eine solche Bindung folgt dem Instinkt. Aber w\u00fcrden wir Menschen lebenslang diesem am Anfang des Lebens sehr sinnvollen nat\u00fcrlichen Instinkt folgen, so blieben wir f\u00fcr immer artige Kinder, ohne die Vorz\u00fcge des erwachsenen Daseins genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Zu diesen geh\u00f6ren aber Bewusstheit, Denkfreiheit, Zugang zu den eigenen Gef\u00fchlen und die F\u00e4higkeit, zu vergleichen. Dass Kirchen und Regierungen daran interessiert sind, diese Entwicklung zu erschweren und den Menschen in der Abh\u00e4ngigkeit von Elternfiguren zu belassen, ist allgemein bekannt. Dass der K\u00f6rper einen hohen Preis daf\u00fcr bezahlt, ist weniger bekannt. Denn wo k\u00e4men wir hin, wenn wir die Untaten der Eltern durchschauen wollten? Und wo k\u00e4men die Elternfiguren hin, wenn ihre Machtaus\u00fcbung nicht mehr wirkte?<\/p>\n<p>Daher genie\u00dft die Institution &#8222;Eltern&#8220; heute immer noch eine absolute Immunit\u00e4t. Wird sich das aber eines Tages \u00e4ndern (was dieses Buch postuliert), dann werden wir in der Lage sein, zu f\u00fchlen, was uns die Misshandlungen unserer Eltern ausgemacht haben. Dann werden wir die Signale unseres K\u00f6rpers besser verstehen und mit ihm in Frieden leben, nicht als geliebte Kinder, die wir nie waren und nie werden k\u00f6nnen, aber als offene, bewusste und vielleicht liebende Erwachsene, die ihre Geschichte nicht mehr f\u00fcrchten m\u00fcssen, weil sie diese kennen.<\/p>\n<p>In den Reaktionen, die ich zu lesen bekam, sind mir noch andere Missverst\u00e4ndnisse aufgefallen, von denen ich hier nur zwei aufgreifen m\u00f6chte. Sie beziehen sich auf die Frage der Distanz zu den verletzenden Eltern in F\u00e4llen von schweren Depressionen und auf meine pers\u00f6nliche Geschichte.<\/p>\n<p>Zum ersten muss ich darauf hinweisen, dass ich im Buch immer wieder von den introjizierten, selten von den realen und nirgends von den &#8222;b\u00f6sen&#8220; Eltern spreche. Ich gebe keine Ratschl\u00e4ge f\u00fcr H\u00e4nsel und Gretel, die selbstverst\u00e4ndlich die b\u00f6sen Eltern fliehen mussten, sondern ich pl\u00e4diere f\u00fcr das Ernstnehmen der echten Gef\u00fchle, die seit der Kindheit unterdr\u00fcckt wurden und im Keller der Seele ihr Dasein fristen. Es ist begreiflich, wenn Rezensenten ohne jegliche psychologische Ausbildung nichts davon wissen und ganz naiv meinen, ich w\u00fcrde die Leser gegen ihre angeblich &#8222;b\u00f6se Eltern&#8220; aufhetzen. Doch ich hoffe, dass mit dem Seelenleben etwas mehr vertraute Leser das Wort &#8222;introjiziert&#8220; nicht \u00fcbersehen werden.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich auch freuen, wenn die Mitteilungen \u00fcber meine Kindheit auf eine differenzierte und nicht oberfl\u00e4chliche, pauschale Leseart sto\u00dfen w\u00fcrden. Seitdem ich mich mit Kindermisshandlungen besch\u00e4ftige, wird mir von Seiten meiner Kritiker vorgeworfen, dass ich sie \u00fcberall sehe, weil ich selbst misshandelt wurde. Zuerst reagierte ich darauf mit Staunen, weil ich ja \u00fcber meine fr\u00fche Geschichte noch wenig wusste. Heute kann ich mir zwar vorstellen, dass gerade meine abgewehrten Leiden mich zur Besch\u00e4ftigung mit diesem Thema dr\u00e4ngten. Doch was ich gefunden habe, als ich dieses Gebiet zu durchforschen begann, war nicht nur mein eigenes Schicksal, sondern das sehr vieler Menschen. Im Grunde waren sie meine F\u00fchrer, dank ihrer Geschichten fing ich an, meine Abwehr abzubauen, mich umzuschauen, und aus der hartn\u00e4ckigen universellen Leugnung des kindlichen Leidens Schl\u00fcsse zu ziehen, die mir geholfen haben, mich zu verstehen. Daf\u00fcr bin ich diesen Menschen sehr dankbar.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"colonne-gauche\">\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/faq-wie-findet-man-einen-guten-therapeuten\/\">FAQ: Wie findet man<br \/>\neinen guten Therapeuten ?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Alice Miller<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/therapeutenliste\/\">Therapeutenliste<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auflosung-der-folgen-von-kindesmisshandlungen\/\">Aufl\u00f6sung der Folgen von Kindesmisshandlungen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/aus-dem-gefangnis-der-schuldgefuhle\/\">Aus dem Gef\u00e4ngnis der Schuldgef\u00fchle<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-fall-jessica\/\">Der Fall Jessica<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-blanke-sadismus\/\">Der blanke Sadismus<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-langste-weg\/\">Der l\u00e4ngste Weg<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/was-ist-hass\/\">Was ist Hass?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/emporung-als-vehikel-der-therapie\/\">Emp\u00f6rung als Vehikel der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/depression-der-zwang-zum-selbstbetrug\/\">Depression &#8211; der Zwang zum Selbstbetrug<\/a><\/li><li class=\"current\"><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung\/\">&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/feminismus-marxismus-und-kindheit\/\">Feminismus, Marxismus und Kindheit<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-betrug-totet-die-liebe\/\">Der Betrug t\u00f6tet die Liebe<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-den-missbrauch-des-vertrauens-in-der-therapie\/\">\u00dcber den Missbrauch des Vertrauens in der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/irrefuhrende-informationen\/\">Irref\u00fchrende Informationen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/zum-film-mummy-dearest\/\">Zum Film &#8222;Mummy Dearest&#8220; (Meine liebste Rabenmutter)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/saddam-hussein-und-die-kardinale\/\">Saddam Hussein und die Kardin\u00e4le<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/korper-und-moral\/\">K\u00f6rper und Moral<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-befreiende-erfahrung-der-schmerzhaften-wahrheit\/\">Die befreiende Erfahrung der schmerzhaften Wahrheit<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wie-kommt-das-bose-in-die-welt\/\">Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/woher-kommt-das-grauen\/\">Woher kommt das Grauen?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/bedingungen-der-therapie\/\">Bedingungen der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wann-gibt-es-endlich-keine-idealen-soldaten-mehr\/\">Wann gibt es endlich keine idealen Soldaten mehr?<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Thomas Gruner<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/einige-leichen-im-keller\/\">Einige Leichen im Keller<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wem-gehort-unser-bewusstsein\/\">Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/frenzy\/\">Frenzy<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-einige-aspekte-der-neueren-traumatherapien\/\">\u00dcber einige Aspekte der neueren Traumatherapien<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-blendung-des-odipus-oder-der-blinde-fleck-unserer-kultur\/\">Die Blendung des \u00d6dipus &#8211; oder Der blinde Fleck unserer Kultur<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/abschied-von-den-eltern\/\">&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-2\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 2<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-1\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 1<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/geborgenheit-in-der-moral-oder-die-wahrheit-der-erfahrungen\/\">Geborgenheit in der Moral oder Die Wahrheit der Erfahrungen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auf-der-suche-nach-der-eigenen-geschichte-der-schriftsteller-jurek-becker\/\">Auf der Suche nach der eigenen Geschichte: Der Schriftsteller Jurek Becker<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-doppelte-falle\/\">Die doppelte Falle<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Klaus Schlagmann<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a href=\"\/de\/krankenkassen-finanzieren-die-lobbyarbeit-fur-\nkinderschander\/\">Krankenkassen finanzieren die Lobbyarbeit f\u00fcr<br \/>\nKindersch\u00e4nder<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">Claudio Breda<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/bloss-nie-nachgeben-2\/\">Bloss nie nachgeben<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Alice Miller &#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine HerausforderungSaturday 01 January 2005 Fast alle meine B\u00fccher haben gegens\u00e4tzliche Reaktionen bewirkt, doch bei diesem Buch f\u00e4llt gerade die emotionale Intensit\u00e4t auf, mit der dessen Ausf\u00fchrungen best\u00e4tigt oder abgelehnt werden. 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