{"id":2959,"date":"2004-08-15T13:19:54","date_gmt":"2004-08-15T12:19:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alice-miller.com\/de\/?p=2959"},"modified":"2015-12-02T13:21:58","modified_gmt":"2015-12-02T12:21:58","slug":"abschied-von-den-eltern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/abschied-von-den-eltern\/","title":{"rendered":"&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"colonne-droite\">\n<p align=\"right\">von <b>Thomas Gruner<\/b><\/p>\n<h1 style=\"padding-top:10px;\">&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;<br \/><span class=\"soustitre\">Sunday 15 August 2004<\/span><\/h1>\n<p>&#8222;Da ging er in sich und sprach: \u201aWie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben Brot im \u00dcberfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu hei\u00dfen; halte mich wie einen von deinen Tagel\u00f6hnern.&#8216; Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.&#8220;<br \/>\nDer verlorene Sohn, Lukas 15, 17-20<\/p>\n<p>\n&#8222;Abschied von den Eltern&#8220; ist der Titel eines Romans von Peter Weiss, der 1961 ver\u00f6ffentlicht wurde. Der Autor beschreibt hier ausgehend vom Tod beider Eltern die schwierige Selbstfindung eines jungen Mannes, den Weg aus einem b\u00fcrgerlichen Elternhaus, das sich der Autonomie des Sohnes widersetzte, zum K\u00fcnstler, der sich mit seiner Kunst gegen die Gesellschaftsschicht stellt, der seine Eltern angeh\u00f6rten. Auf diese Weise bringt sich der Erz\u00e4hler mit Hilfe der Kunst als er selbst hervor und vollzieht eine Trennung von seiner Herkunft.<br \/>\nBeim Wiederlesen dieses modernen Bildungsromans fragte ich mich, ob das Abschiednehmen von den Eltern nicht noch eine viel tiefergehende Bedeutung hat. Denn in jedem Erwachsenen, dessen Bed\u00fcrfnisse in der Kindheit nicht erf\u00fcllt wurden, der in seinem Wesen keine Anerkennung und Zuneigung erfuhr, existiert das Kind mit seiner Sehnsucht nach der echten Liebe der Eltern weiter, oft ein Leben lang. Es gibt auch im erwachsenen Menschen einen Teil, der die Hoffnung, eine besonders gro\u00dfe Anstrengung oder die Geste des Vergebens m\u00f6ge die Liebe der Eltern doch noch zum Vorschein bringen, nicht aufgeben kann. Denn in der Kindheit war diese Hoffnung lebenswichtig. Sehr oft blieb sie eine Illusion.<\/p>\n<p>Die \u00e4u\u00dfere Trennung von den Eltern kann in vielen F\u00e4llen notwendig sein, sie mag durch die Distanz auch eine gewisse Beruhigung zur Folge haben. Manchmal wird diese \u00e4u\u00dferliche Trennung erst durch den Tod der Eltern hergestellt. Dann zeigt sich, dass die Eltern mit all ihren Botschaften, ihren Vers\u00e4umnissen, mit dem, was sie uns vielleicht mit auf den Weg gaben, mit dem, was sie uns stahlen, was sie bek\u00e4mpften und auch mit ihrer eigenen Geschichte, ihren eigenen Tr\u00e4umen, mit ihrem eigenen Ungl\u00fcck in uns weiter leben. Auch der Tod von Mutter und Vater befreit den Erwachsenen nicht von seiner Geschichte mit ihnen. Vielmehr k\u00f6nnte es sein, dass der &#8222;Abschied von den Eltern&#8220; f\u00fcr viele Menschen eine Aufgabe darstellt, der sie sich auf unterschiedliche Art und Weise in ihrem Leben immer wieder stellen m\u00fcssen. Ein erwachsener Mensch braucht die Eltern nicht mehr um leben zu k\u00f6nnen, trotzdem ist der Abschied so schmerzhaft, weil er doch auch so sehr ein Abschied von den Hoffnungen und Illusionen, von der Liebe und der Sehnsucht des Kindes in uns ist.<\/p>\n<p>In den Gespr\u00e4chsgruppen, die ich aufsuchte, und in den ourchildhood-Foren sprachen und sprechen Menschen h\u00e4ufig dar\u00fcber, dass sie sich immer wieder mit den Eltern treffen und jedes Mal von ihnen verletzt werden. Die Eltern wollen gar nicht wissen, was ihr erwachsenes Kind f\u00fchlt, wie es lebt, worunter es leidet. Manchmal stellen die Eltern Anspr\u00fcche und Forderungen, \u00e4u\u00dfern Vorw\u00fcrfe, oder aber sie reden unentwegt \u00fcber ihre eigene kleine Welt, \u00fcber den Nachbarn, der gerade ein neues teures Auto erstanden hat, \u00fcber die Pflanzen im Garten, \u00fcber ihre Altersgebrechen. Nur mit ihrem erwachsenen Kind sprechen sie in Wahrheit nicht. Es kommt vor, dass der Erwachsene seine Wut auf die Eltern nicht unterdr\u00fccken kann, er reagiert aggressiv und hat dann Schuldgef\u00fchle deswegen: Wenn ich nur anders w\u00e4re, mich anders geben k\u00f6nnte, dann w\u00e4ren meine Eltern auch so, wie ich sie brauchte. Das aber ist die Not des kleinen darbenden Kindes in uns. Der Erwachsene m\u00f6chte am liebsten davonlaufen vor diesen Menschen, das Kind in uns aber zieht es mit Macht zu den Eltern. Das Kind hat den Wunsch, immer wieder zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob nicht vielleicht dieses eine Mal, ob nicht wenigstens kurz vor dem Tod der alten Eltern nicht doch irgendetwas, eine noch so kleine Geste kommt, nach der es sich immer gesehnt hat. Diese Zerrissenheit ist sehr schmerzhaft. Denn wie der Mensch sich auch dreht und wendet, es ist oftmals fast unm\u00f6glich, zugleich dem Kind in uns und dem Erwachsenen, der wir heute sind, gerecht zu werden.<\/p>\n<p>So erf\u00e4hrt zum Beispiel eine Frau, die ihren Vater, von dem sie in der Kindheit missbraucht wurde, viele Jahre nicht mehr gesehen hat, dass dieser nun im Sterben liegt. Sie m\u00fcsse sich schon beeilen, wird ihr von der Verwandtschaft mitgeteilt, wenn sie den Vater noch einmal sehen wolle. Dann soll er mal sterben, denkt die Frau spontan, was hat dieser Mann mir angetan, wie sehr habe ich mein ganzes Leben unter ihm gelitten. Nun wird er so verlassen sein, wie ich es als Kind gewesen bin. Aber in dieser Frau \u00fcberdauerte auch das kleine M\u00e4dchen, das sich verzweifelt nach dem Vater sehnte, das immer glaubte, eines Tages w\u00fcrde er die inzestu\u00f6sen \u00dcbergriffe beenden und der Vater werden, den dieses Kind so sehr brauchte. Dann, so hoffte das kleine M\u00e4dchen, w\u00fcrde es dem Vater endlich auch all die Liebe geben k\u00f6nnen, die es f\u00fcr ihn von Anfang an bereit hielt. Niemals h\u00e4tte dieses Kind den sterbenden Vater im Stich gelassen, denn es erkannte mit seiner Empfindsamkeit auch die Not und die Einsamkeit des Vaters, das Ungl\u00fcck des kleinen Jungen, der er einst selbst gewesen war. Und sie hatte buchst\u00e4blich alles daran gesetzt, diese Not zu lindern, ihn zu retten.<br \/>\nDie Frau f\u00e4hrt nicht zum Vater, doch das Kind in ihr leidet. Vielleicht h\u00e4tte er doch ein Wort der Liebe oder der Einsicht in sein Versagen von sich gegeben. Wie gerne h\u00e4tte es den Vater noch einmal gesehen und so mit ihm gesprochen, wie es niemals m\u00f6glich war. Nicht im Hass, sondern ruhig und besonnen. Wie gerne h\u00e4tte die Frau sich von ihm so verabschiedet, dass das Kind in ihr nicht leiden muss. Sie wei\u00df aber auch, dass sie den Illusionen des Kindes in ihr nicht nachgeben wollte. Sie konnte dem Vater auch nichts mehr geben, weil sie schon als kleines M\u00e4dchen so viel gegeben hat, dass kaum Kraft f\u00fcr das eigene Leben \u00fcbrig blieb.<br \/>\nL\u00e4ngere Zeit nach der Beisetzung, an der sie nicht teilnahm, sp\u00fcrt die Frau den starken Wunsch, das Grab des Vaters zu besuchen. Sie f\u00fchlt fast so etwas wie Freude, es ist so, als ob sie nun endlich ohne Angst zum Vater gehen k\u00f6nne; nun kann er sie nicht mehr mit boshaften Bemerkungen, Erpressungsversuchen oder durch seine Ignoranz verletzen. Aber der Vater ist tot, jede Chance, ihm einmal auf andere Art und Weise begegnen zu k\u00f6nnen, geh\u00f6rt endg\u00fcltig der Vergangenheit an. Sie wei\u00df das, aber dennoch sp\u00fcrt sie die brennende Sehnsucht, den Hunger in ihr nach dem, was der Vater ihr niemals gab und dass sie niemals von einem anderen Menschen bekommen kann. Diese Endg\u00fcltigkeit macht ihr sehr zu schaffen. Vom Vater hat sie sich schon vor vielen Jahren abgewandt, als sie mehr und mehr seine inzestu\u00f6sen \u00dcbergriffe erkannte. Vom fr\u00fchen Mangel in ihr kann sie sich aber nicht trennen, er ist das Erbe des Vaters, das einzige, was er ihr hinterlie\u00df. Der Mangel bleibt als reale Erfahrung und als tats\u00e4chliches Defizit in ihrem K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Viele Menschen versuchen immer wieder, den Mangel, das Darben, das sie als Kind erleiden mussten, im erwachsenen Leben zu stillen. Daf\u00fcr verwenden sie oft andere Menschen: Freunde, Partner oder die eigenen Kinder, als Therapeuten vor allem ihre Patienten. Wer keine nahen Menschen finden konnte, irrt oft sein Leben lang durch die Welt auf der Suche nach etwas, das er gar nicht benennen kann: Mir wird es erst gut gehen, ich kann erst das machen, was ich wirklich m\u00f6chte, wenn ich gefunden habe, was ich suche. Erst dann kann ich Ruhe finden. Und schlie\u00dflich gibt es noch diejenigen, die den Mangel in sich gar nicht sp\u00fcren. Sie nehmen mit Ersatzbefriedigungen vorlieb, fl\u00fcchten sich (\u00fcbrigens verst\u00e4ndlicherweise) in die lebenslange Sucht oder in eine materielle Gier, die gerade in der \u00d6konomie unserer Gesellschaft so deutlich zutage tritt.<br \/>\nDie Frage, die oft unmittelbar oder indirekt artikuliert wird, wie kann ich den Mangel des Kindes stillen, wie kann ich heute bekommen, was ich damals brauchte, ist einfach zu beantworten. Man kann es nicht mehr bekommen. Eltern, die nicht lieben und nichts geben konnten oder nur Falsches, etwas, das das Kind nicht brauchte, hinterlassen in uns eine Sehnsucht, die nicht mehr erf\u00fcllt werden kann. Wir k\u00f6nnen unsere Illusionen und unrealistisch geworden Hoffnungen mit der Zeit durchschauen und aufl\u00f6sen, die Sehnsucht nach der entscheidenden Liebe aber ist hartn\u00e4ckig. Sie ist eine offene Wunde, \u00fcber die mit der Zeit ein d\u00fcnnes H\u00e4utchen wachsen kann, das aufrei\u00dft, sobald in der Gegenwart die Wunde anger\u00fchrt wird. Dies kann der Tod der Eltern sein, aber auch ein Treffen nach Jahren des Abstands oder auch nur ein Brief, der pl\u00f6tzlich von einem Elternteil kommt. Oder ein Mensch wird von einem anderen verlassen und steht sogleich wieder vor dem gesamten Kummer des Kindes, das er gewesen ist.<\/p>\n<p>Es mag entscheidend sein, ob wir in der Lage sind, diesen Gef\u00fchlen und der Sehnsucht in uns Raum zu geben, denn diese erz\u00e4hlt ja die ganze Geschichte des Kindes mit den Eltern, die wohl umso verheerender war, je st\u00e4rker die Sehnsucht geblieben ist. Das Gef\u00fchl des Hungerns ist ja der Beweis daf\u00fcr, dass das Kind nichts bekommen hat, dass es niemals satt werden durfte. Da die wenigsten Mensch t\u00e4glich und rund um die Uhr sadistisch sind, da auch sexuell missbrauchende Eltern phasenweise klare Augenblicke haben k\u00f6nnen, taucht bei dem Versuch, sich von den Eltern zu l\u00f6sen, unweigerlich die Erinnerung an solche &#8222;normaleren&#8220; Momente auf. Das Kind im Erwachsenen kann mit Inbrunst weiterhin zum Beispiel die schlagende Mutter verteidigen: Aber da, an diesem oder jenem Tag, da ist sie doch anders gewesen. Solche Momente sch\u00fcrten die Hoffnung in der Kindheit. Diese wenigen Augenblicke k\u00f6nnen wie Versprechungen sein, auf deren Einl\u00f6sung ein Mensch die l\u00e4ngste Zeit seines Lebens wartet. Sie reichten jedoch nicht, um f\u00fcr das sp\u00e4tere Leben eine Basis zu schaffen.<\/p>\n<p>Die Integration unserer Geschichte als Kind ist in meinen Augen in diesem Zusammenhang das wachsende Bewusstsein \u00fcber die konkrete Not, die wir als Kinder litten, und vor allem die F\u00e4higkeit, die aus der Kindheit stammenden Gef\u00fchle zu verstehen. Wenn ich meine Reaktionen, Handlungen, Entscheidungen und Gef\u00fchle selbst verstehe, kann ich mir oder dem Kind in mir etwas geben, das die Eltern immer versagt haben. Dies behebt nicht den fr\u00fchen Mangel, weil dieser in der Vergangenheit bereits stattgefunden hat, aber die reifende Kommunikation mit sich selbst f\u00fchrt dazu, dass ein Mensch zunehmend weniger sein Ungl\u00fcck bei anderen deponieren oder mit anderen wiederholen muss. Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die eigene Geschichte bringt einen Zuwachs an Autonomie mit sich.<br \/>\nIch habe in Gespr\u00e4chsgruppen oft erlebt, dass manche Teilnehmer einige Jahre lang immer wieder thematisierten, wie einsam sie sich f\u00fchlten, wie stark sie unter Depressionen litten, wie sehr sie Hilfe brauchten. Auch wenn die Gruppe stets auf diese Not einging, ver\u00e4nderte sie sich nicht im geringsten. Dies war auch nicht m\u00f6glich, solange der Betreffende den Standpunkt vertrat, der Blick auf die Details in der Kindheit sei zu schmerzlich oder unn\u00f6tig, weil die Vergangenheit nicht mehr zu \u00e4ndern sei. Wenn ein Mensch nicht sehen kann oder will, wie die Eltern gewesen sind, in welchen Verstrickungen er als Kind gefangen war, worunter er genau gelitten hat, wird er immer wieder von anderen die Rettung erwarten, auf die er als Kind so sehr hoffte. Die Zeit, in der Rettung m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, ist aber vergangen. Heute kann uns niemand das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Kind, das wir waren, abnehmen. Dieses Kind in seiner Verzweiflung durfte die Eltern nicht sehen, wie sie wirklich gewesen sind, es musste blind bleiben und war auf die Rettung von au\u00dfen angewiesen. Heute braucht der erwachsene Mensch keinen Retter oder Erl\u00f6ser mehr, weil er die Blindheit aufgeben kann.<\/p>\n<p>Die Hoffnung, die aus der Kindheit stammenden Schmerzen m\u00f6gen nie wieder auftauchen, ist tr\u00fcgerisch. Logischerweise schmerzt eine Wunde, wenn sie ber\u00fchrt wird, denn der fr\u00fche Mangel ist im K\u00f6rper als Erfahrung gespeichert und nicht auszuradieren. Die Schmerzen \u00fcber die Versagungen, die wir erlitten haben, k\u00f6nnen jederzeit auftauchen und werden gelindert, sobald wir in der Lage sind, diese zu verstehen und auszudr\u00fccken. Dabei kann man die Erfahrung machen, dass dies ein ganz nat\u00fcrlicher Vorgang ist, f\u00fcr den geschwollene psychotherapeutische Theorien nicht erforderlich sind. Ein Gef\u00fchl wird ausgel\u00f6st, es ist da, und es ver\u00e4ndert sich auch wieder. Zunehmend wird mehr Raum frei f\u00fcr die Gegenwart. Ein Teil dieser Gegenwart ist eben die Vergangenheit, die Geschichte des Kindes mit seinen Eltern.<\/p>\n<p>Je traumatisierender die Kindheit gewesen ist, um so gr\u00f6\u00dfer die Trauer \u00fcber die ruinierte Lebenszeit. Viele Menschen sind Jahre damit befasst, Entwicklungen nachzuholen, die ihnen in der Familie h\u00e4tten erm\u00f6glicht werden m\u00fcssen. W\u00e4hrend andere ihre Existenz gr\u00fcnden, m\u00fcssen sie k\u00e4mpfen, um gleichsam wenigstens einen Fu\u00df auf den Erdboden zu bekommen. Ihr Leben steht oftmals unter einem &#8222;zu sp\u00e4t&#8220;, das ihnen auch von der Realit\u00e4t der Gegenwart aufgezwungen wird. Es w\u00e4re erstaunlich, wenn in diesem Zusammenhang keine Gef\u00fchle des Zorns oder der Trauer aufleben w\u00fcrden. Nur Menschen, deren Emotionen v\u00f6llig versteinert sind, f\u00fchlen in diesen Situationen nichts. Die Gef\u00fchle verlieren aber ihren Schrecken, je vertrauter man mit ihnen wird, je besser ein Mensch sich selbst versteht. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur Betrug sondern auch ein Hohn, wenn die selbst erkl\u00e4rten professionellen oder nicht-professionellen Gurus mit dem Wort &#8222;Heilung&#8220; suggerieren, man k\u00f6nne den Schmerz \u00fcber die besch\u00e4digte Biographie ein f\u00fcr alle mal loswerden oder die Vergangenheit abstreifen wie ein altes Kleidungsst\u00fcck. Ich habe meine Vergangenheit hinter mir gelassen, wird oft gesagt. In Wahrheit aber begleitet uns die Vergangenheit das ganze Leben, sie ist einfach ein Teil unseres Lebens.<\/p>\n<p>Die Frau, die ihren sterbenden Vater nicht begleiten wollte, sah immer wieder das Bild dieses alten, hinf\u00e4lligen Mannes vor sich, der auch in der Stunde seines Todes von der Tochter so verlassen wurde. Der Vater war einen langen und qualvollen Tod gestorben. Sie empfand starkes Mitleid mit diesem Mann, sie sp\u00fcrte in sich die Einsamkeit seines Lebens und fragte sich, ob es ihr nicht h\u00e4tte gleichg\u00fcltig sein sollen, wenn der Vater ihren Besuch am Sterbebett als Vers\u00f6hnung verstanden h\u00e4tte, die sie ihm nicht geben wollte. Sie musste auch denken, dass sie zwar unter den psychischen St\u00f6rungen des Vaters schrecklich gelitten hat, kein Mensch aber seine seelische Erkrankung verschulde. Bis sie merkte, dass sie erneut die Verantwortung f\u00fcr das Leiden des Vaters \u00fcbernahm, die dieser immer abgelehnt hatte. Ihr war nicht nur der Mangel hinterlassen worden, sondern ihr Erbe bestand gleichsam auch aus einem riesigen Sack voller Ungl\u00fcck aus dem Leben der Eltern. Sollte sie diese B\u00fcrde noch weiterhin mit sich herumschleppen? Sie sah wie im \u00dcberblick die Familie, aus der sie stammte, sie sah, wie sehr sie aufgrund der Kindheit in eine Kette st\u00e4ndiger gegenseitiger Verletzungen verstrickt war, die sie als Erwachsene nur unterbrechen konnte, indem sie den Eltern mit dem Abbruch des Kontakts erneut weh tat. Dieses Verhalten hatte sie aber nicht freiwillig gew\u00e4hlt, es war ihr von den Eltern aufgezwungen worden. Nicht sie war lieblos gewesen, im Gegenteil, als Kind hatte sie ihre Liebe dem Vater immer wieder angeboten, dieser aber hatte die Gef\u00fchle seiner kleinen Tochter allzu oft missbraucht oder weggeschlagen. Die Frau sah, dass sie mit dem Ungl\u00fcck des Kindes, das sie gewesen war, genug zu tragen hatte. Sie war als Kind so schmerzhaft verletzt worden, dass sie sich als Erwachsene in Sicherheit bringen musste. Sie war gen\u00f6tigt, ihre ganze Kraft daf\u00fcr aufzuwenden, um f\u00fcr ihr eigenes Leben zu k\u00e4mpfen. Dies war eine zwangsl\u00e4ufige Folge der fr\u00fchen Geschichte mit ihren Eltern. Sie konnte und wollte sich nicht noch mehr abverlangen. Sie h\u00e4tte ihren Vater gerne von Herzen geliebt, es war ihr aber nicht m\u00f6glich gewesen und sie verstand die Gr\u00fcnde daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Man kann nicht mit einem Satz aus der Lebensspur, die die Eltern vorgepr\u00e4gt haben, aussteigen und pl\u00f6tzlich frei und froh ein ganz anderes Leben f\u00fchren. Das ungl\u00fcckliche Kind wird in dieser Frau weiterhin anwesend sein, sie darf es gar nicht in sich umbringen, weil sie so viel Zeit hatte aufwenden m\u00fcssen, um diesem Kind \u00fcberhaupt begegnen zu k\u00f6nnen. Ihre Geschichte mit den Eltern ist nicht mehr zu \u00e4ndern, doch es liegt an ihr, immer wieder die lebensfeindlichen Botschaften zu identifizieren, die ihr die Eltern mit auf den Weg gegeben haben. Je mehr sie dabei mit sich selbst identisch wird, um so gr\u00f6\u00dfer ist die Chance, die Freir\u00e4ume, die sie sich bislang erarbeitet hat, zu erweitern. Sie kann nicht wissen, ob das Gef\u00fchl des Heimwehs nach dem, was sie nie hatte, jemals dadurch gelindert wird, indem sie sich heute ein Zuhause schafft, wie es einem erwachsenen Menschen mit einer gesunden Kindheitsgeschichte eigentlich m\u00f6glich ist. Sie kann aber versuchen, dieses Ziel nicht zu fr\u00fch aufzugeben. Es geht ja vor allem darum, in sich selbst zu Hause zu sein. Sie sp\u00fcrt auch immer deutlicher, dass ihre innere Zerrissenheit gegen\u00fcber den Eltern zwischen Sehnsucht und Abscheu, zwischen Angst und Hoffnung, stark der Spaltung des Vaters entsprach, der sie mal mit Liebesbeteuerungen \u00fcbersch\u00fctten, im n\u00e4chsten Augenblick aber auch seinen J\u00e4hzorn an ihr auslassen konnte. Mochte der Vater geglaubt haben, seine Tochter zu lieben, die erwachsene Frau wei\u00df, dass es nicht ihre Schuld war, wenn diese Liebe oft eher wie ein Gift gewesen war, dass ihr eingefl\u00f6\u00dft wurde.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass es ein sehr nat\u00fcrliches Bed\u00fcrfnis auch des erwachsenen Menschen ist, die alten Eltern zu besuchen, Zeit mit ihnen zu verbringen, mit ihnen zu sprechen und ihre Gegenwart zu genie\u00dfen. Manche Menschen haben von ihren Eltern trotz aller Konflikte etwas bekommen, wovon sie immer zehren werden. Sie wurden als die, die sie sind, wahrgenommen und akzeptiert. Sie mussten die Eltern nicht st\u00e4ndig vor ihren echten Gef\u00fchlen und Bed\u00fcrfnissen verschonen und diese hinter einer Maske verbergen.<br \/>\nDenjenigen, denen dies nicht geg\u00f6nnt war, bleibt oft nur die Wahl, entweder die Verstellung aufrecht zu erhalten oder aber den Kontakt mit den Eltern zu meiden, um nicht immer wieder verletzt, verwirrt oder in eine Depression geworfen zu werden. Sie stehen also vor zwei \u00dcbeln: Die Verstellung schadet ihnen, weil die jahrelange Heuchelei fortgesetzt wird, die Trennung schmerzt, weil auch die Gef\u00fchle des Kindes mit diesem Entschluss des Erwachsenen Schritt halten m\u00fcssen. Der durchaus berechtigte Hass auf die Eltern kann dabei zun\u00e4chst wie ein &#8222;Sprungbrett&#8220; wirken, das die Trennung erleichtert. Aber die ganze Geschichte mit den Eltern wird erst dann fassbar, wenn alle Gef\u00fchle des Kindes, die Sehnsucht, die Verzweiflung \u00fcber die ausgebeutete Liebe, die Selbstvorw\u00fcrfe, kein besserer Sohn oder keine bessere Tochter gewesen zu sein, zum tragen kommen d\u00fcrfen. Erst dann wird sp\u00fcrbar, wie sehr schon das kleine Kind unter seiner inneren Zerrissenheit gelitten hat, die das Verhalten der Eltern produzierte.<\/p>\n<p>Dies ist ein m\u00fchsamer Prozess, mit dem oft nicht nur ehemals schwer misshandelte oder sexuell missbrauchte Kinder konfrontiert sind. Manche Menschen werden in eine Familie geboren, die mit ihnen auch beim besten Willen nichts anfangen kann. Sie sind wie &#8222;Kuckuckseier&#8220; in einem fremden Nest. Sie verunsichern ihre Eltern von Anfang an mit ihren Bed\u00fcrfnissen und ihrer Wesensart, die bek\u00e4mpft oder torpediert wird. Eine Kommunikation zwischen Eltern und Kind ist unm\u00f6glich und so kann es eine Frage der Zeit sein, wie lange der erwachsene Sohn oder die Tochter diesen Zustand der absoluten Sprachlosigkeit in der Familie weiterhin ertr\u00e4gt, ohne sich selbst damit zu blockieren und zu verletzen. Was haben mir meine Eltern denn getan, sie k\u00f6nnen doch gar nicht anders sein als sie sind, sagen die Schuldgef\u00fchle. Doch das Fremd-Sein in der Familie mag ein so qu\u00e4lender Zustand werden, dass keine andere Wahl bleibt, als diesen zu beenden. Sich der Kindheit in all ihren Facetten bewusst zu werden, erfordert oft Jahre, und so kann es sein, dass die Lebenszeit der Eltern dar\u00fcber vergeht. Dies verlangt dem Erwachsenen einiges ab und f\u00fchrt ihn immer wieder zu der Zwangslage des kleinen Kindes, das es den Eltern so gerne recht gemacht h\u00e4tte, sich dazu aber niemals imstande sah.<\/p>\n<p>In vielen F\u00e4llen wendet sich nur ein erwachsenes Kind von den Eltern ab, w\u00e4hrend die Geschwister um so mehr zu Vater und Mutter halten. Wenn ein Mensch f\u00fchlt, den Kontakt zu den Eltern nicht mehr tragen zu k\u00f6nnen, verliert er sehr h\u00e4ufig auch den Bruder oder die Schwester, obwohl er dies gar nicht beabsichtigt hat. In gest\u00f6rten Familien existiert in der Regel ein rigides System, das ins Wanken ger\u00e4t, sobald ein Mitglied aus diesem System auszubrechen versucht. Es entsteht eine gewisse Panik, weil die Realit\u00e4t der Familie sichtbar zu werden droht. So muss derjenige, der die Familie verl\u00e4sst, als S\u00fcndenbock herhalten: Er ist das personifizierte B\u00f6se, der die alten Eltern ohne Moral und Anstand im Stich lie\u00df, w\u00e4hrend sich die Geschwister geradezu als Heilige sehen wollen, die ihre Zeit und ihr Leben den Eltern zum Opfer bringen, weil dies ihre Pflicht sei. Indem die Geschwister buchst\u00e4blich den Teufel an die Wand malen, sch\u00fctzen sie sich vor der Realisierung ihrer eigenen Vergangenheit, schonen die Eltern, indem sie den Hass auf den Bruder oder die Schwester \u00fcbertragen, und helfen den Eltern, den &#8222;b\u00f6sen Sohn&#8220;, die &#8222;b\u00f6se Tochter&#8220; als schwarzes Schaf zu sehen: undankbar, ausgestattet mit einem schlechten Charakter. In solchen Familien wird sehr selten die Frage gestellt: Warum bist du gegangen? Vielmehr wird verurteilt und Schuld zugewiesen, um das br\u00fcchige System aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen. Der Erwachsene, der die Trennung von den Eltern braucht, hat das Gef\u00fchl, nun alles zu verlieren, vollkommen allein auf der Welt, mit nichts in den H\u00e4nden dazustehen. Aber in Wahrheit hat es ja nie eine echte Familie gegeben, ein wirklicher Verlust findet nicht statt, eher der Zugewinn einer schmerzhaften Erkenntnis, da war ja nie etwas. Und das ist die eigentliche gro\u00dfe Wunde.<\/p>\n<p>Alle Gef\u00fchle, die ein Erwachsener gegen\u00fcber Vater und Mutter empfindet, sei es Liebe oder Hass, Abscheu oder Zuneigung, Ekel und Angst, haben immer ihre Wurzel in der spezifischen Geschichte des Kindes mit den Eltern. Ein Kind hat niemals die Chance, diese Geschichte zu beeinflussen oder zu ver\u00e4ndern. Eine schlechte Geschichte wird ihm aufgezwungen. Auch der Erwachsene kann diese oftmals nicht wirklich zu einem guten Ende bringen, denn der schmerzhafte Ausgang der Geschichte mit den Eltern war l\u00e4ngst vorgezeichnet. Es kommt sehr drauf an, wie viel Eigenes ein Mensch in sich hat retten oder aufbauen k\u00f6nnen, wie viel Bewusstsein und emotionales Verst\u00e4ndnis er f\u00fcr seine Biographie entwickelt, um seine authentischen Bed\u00fcrfnisse nach und nach st\u00e4rken und verwirklichen zu k\u00f6nnen, auch ohne die entscheidende Lebenssubstanz, die Grundlage f\u00fcr die Existenz, die die Eltern ihm in der Kindheit h\u00e4tten schaffen m\u00fcssen, aber (sei es bewusst, sei es unbewusst) versagt haben.<br \/>\nDie verlorenen S\u00f6hne und T\u00f6chter werden im Gegensatz zum Evangelium des Lukas keine Feste mit den Eltern feiern, sie bleiben den Eltern in den meisten F\u00e4llen verloren und sie werden oft darum ringen, gerade nicht als &#8222;Tagel\u00f6hner&#8220; zu leben, denn genau deshalb, weil sie so lange &#8222;Tagel\u00f6hner&#8220; waren, haben sie ja ihre Familie verlassen. Entscheidend ist wohl, dass sie sich selbst nicht verloren gehen.<\/p>\n<p>\u00a9 Thomas Gruner, August 2004<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"colonne-gauche\">\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/faq-wie-findet-man-einen-guten-therapeuten\/\">FAQ: Wie findet man<br \/>\neinen guten Therapeuten ?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Alice Miller<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/therapeutenliste\/\">Therapeutenliste<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auflosung-der-folgen-von-kindesmisshandlungen\/\">Aufl\u00f6sung der Folgen von Kindesmisshandlungen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wir-konnen-die-ursachen-fur-unser-leiden-finden\/\">Wir k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr unser Leiden finden<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/aus-dem-gefangnis-der-schuldgefuhle\/\">Aus dem Gef\u00e4ngnis der Schuldgef\u00fchle<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-fall-jessica\/\">Der Fall Jessica<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-blanke-sadismus\/\">Der blanke Sadismus<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-langste-weg\/\">Der l\u00e4ngste Weg<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/was-ist-hass\/\">Was ist Hass?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/emporung-als-vehikel-der-therapie\/\">Emp\u00f6rung als Vehikel der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/depression-der-zwang-zum-selbstbetrug\/\">Depression &#8211; der Zwang zum Selbstbetrug<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-revolte-des-korpers-eine-herausforderung\/\">&#8222;Die Revolte des K\u00f6rpers&#8220; &#8211; eine Herausforderung<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/feminismus-marxismus-und-kindheit\/\">Feminismus, Marxismus und Kindheit<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/der-betrug-totet-die-liebe\/\">Der Betrug t\u00f6tet die Liebe<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-den-missbrauch-des-vertrauens-in-der-therapie\/\">\u00dcber den Missbrauch des Vertrauens in der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/irrefuhrende-informationen\/\">Irref\u00fchrende Informationen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/zum-film-mummy-dearest\/\">Zum Film &#8222;Mummy Dearest&#8220; (Meine liebste Rabenmutter)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/saddam-hussein-und-die-kardinale\/\">Saddam Hussein und die Kardin\u00e4le<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/korper-und-moral\/\">K\u00f6rper und Moral<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-befreiende-erfahrung-der-schmerzhaften-wahrheit\/\">Die befreiende Erfahrung der schmerzhaften Wahrheit<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wie-kommt-das-bose-in-die-welt\/\">Wie kommt das B\u00f6se in die Welt?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/woher-kommt-das-grauen\/\">Woher kommt das Grauen?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/bedingungen-der-therapie\/\">Bedingungen der Therapie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wann-gibt-es-endlich-keine-idealen-soldaten-mehr\/\">Wann gibt es endlich keine idealen Soldaten mehr?<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Thomas Gruner<\/div>\n<ul class=\"lcp_catlist\" id=\"lcp_instance_0\"><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/einige-leichen-im-keller\/\">Einige Leichen im Keller<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wem-gehort-unser-bewusstsein\/\">Wem geh\u00f6rt unser Bewusstsein?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/frenzy\/\">Frenzy<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/uber-einige-aspekte-der-neueren-traumatherapien\/\">\u00dcber einige Aspekte der neueren Traumatherapien<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-blendung-des-odipus-oder-der-blinde-fleck-unserer-kultur\/\">Die Blendung des \u00d6dipus &#8211; oder Der blinde Fleck unserer Kultur<\/a><\/li><li class=\"current\"><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/abschied-von-den-eltern\/\">&#8222;Abschied von den Eltern&#8220;<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-2\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 2<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/perversion-und-gesellschaft-teil-1\/\">Perversion und Gesellschaft, Teil 1<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/geborgenheit-in-der-moral-oder-die-wahrheit-der-erfahrungen\/\">Geborgenheit in der Moral oder Die Wahrheit der Erfahrungen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/auf-der-suche-nach-der-eigenen-geschichte-der-schriftsteller-jurek-becker\/\">Auf der Suche nach der eigenen Geschichte: Der Schriftsteller Jurek Becker<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/die-doppelte-falle\/\">Die doppelte Falle<\/a><\/li><\/ul>\n<div class=\"separateur\" style=\"margin-bottom:15px;\">Klaus Schlagmann<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a href=\"\/de\/krankenkassen-finanzieren-die-lobbyarbeit-fur-\nkinderschander\/\">Krankenkassen finanzieren die Lobbyarbeit f\u00fcr<br \/>\nKindersch\u00e4nder<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">Claudio Breda<\/div>\n<ul class=\"fleche\" style=\"margin-top:15px;\">\n<li class=\"fleche\"><a \nhref=\"\/de\/bloss-nie-nachgeben-2\/\">Bloss nie nachgeben<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"separateur\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Thomas Gruner &#8222;Abschied von den Eltern&#8220;Sunday 15 August 2004 &#8222;Da ging er in sich und sprach: \u201aWie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben Brot im \u00dcberfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76],"tags":[],"class_list":["post-2959","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tg"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2959"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2959\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2960,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2959\/revisions\/2960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alice-miller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}